Preis der Besten
Im nationalen Jugend-Leistungssport zählt der "Preis der Besten" zu den Jahreshöhepunkten. Deutschlands beste Jugend-Nachwuchstalente messen sich 2026 in den Disziplinen Dressur, Springen und Voltigieren vom 8. bis 10. Mai auf dem Gelände des Bundesstützpunkts in Warendorf. Für die Disziplin Vielseitigkeit wird der Preis der Besten 2026 erneut in Radolfzell ausgetragen. Termin ist der 16. bis 19. April.
Preis der Besten - Dressur
In der Dressur werden Titel und Medaillen in vier Altersklassen vergeben.
- Ponys
- Children (U14)
- Junioren
- Junge Reiter
Die Prüfungsanforderungen
Ponys
- Erste Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. L** (Trense), FEI-Aufgabe für Ponyreiter, Mannschaftswertung
- Zweite Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. L** (Trense), FEI-Aufgabe für Ponyreiter, Einzelwertung
Children
- Erste Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. L* (Trense), FEI-Aufgabe für Children, Mannschaftswertung
- Zweite Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. L* (Trense), FEI-Aufgabe für Children, Einzelwertung
Junioren
- 1. Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. M**, FEI-Aufgabe für Junioren, Mannschaftwertung
- 2. Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. M**, FEI-Aufgabe für Junioren, Einzelwertung
Junge Reiter
- 1. Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. S*, FEI-Aufgabe für Junge Reiter, Mannschaftwertung
- 2. Wertungsprüfung: Dressurprüfung Kl. S*, FEI-Aufgabe für Junge Reiter, Einzelwertung
Das Westfalenteam Dressur 2026
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung wird im Zusammenwirken mit den zuständigen Bundestrainern die Paare für den Preis der Besten 2026 nominieren. Nach der Nominierung werden die Paare, die für den Pferdesportverband Westfalen starten, nachfolgend aufgeführt.
Ponys
Children
Junioren
Junge Reiter
Preis der Besten - Springen
Im Springen werden Titel und Medaillen in vier Altersklassen vergeben.
- Ponys
- Children (U14)
- Junioren
- Junge Reiter
Die Prüfungsanforderungen
Ponys
- Erste Wertungsprüfung: Pony-Springprüfung Kl. M* (Höhe: 1,30 m)
- Zweite Wertungsprüfung: Pony-Springprüfung Kl. M ** mit zwei Umläufen - Parcours A und B
Children
- Erste Wertungsprüfung: Springprüfung Kl. M*
- Zweite Wertungsprüfung: Springprüfung Kl. M* mit zwei Umläufen - Parcours A und B
Junioren
- 1. Wertungsprüfung: Zeitspringprüfung Kl. S*
- 2. Wertungsprüfung: Springprüfung Kl. S** mit zwei Umläufen - Parcours A und B
Junge Reiter
- 1. Wertungsprüfung: Zeitspringprüfung Kl. S**
- 2. Wertungsprüfung: Springprüfung Kl. S*** mit zwei Umläufen - Parcours A und B
Das Westfalenteam Springen 2026
Nach der Nominierung wird das Westfalenteam für den Preis der Besten 2026 nachfolgend aufgeführt.
Ponys
Children
Junioren
Junge Reiter
Preis der Besten - Vielseitigkeit
In der Vielseitigkeit werden Titel und Medaillen in drei Altersklassen vergeben.
- Ponys
- Junioren
- Junge Reiter
Die Prüfungsanforderungen
Ponys / CCIOP2-S
- Dressur: Internationale Vielseitigkeitsaufgabe CCI2* B
- Gelände: 2700-3700 m, Tempo: 520m/min., max. 25-30 Sprünge
- Springen: Parcours: 500 m, Tempo: 350 m/min., 14 Sprünge
Junioren / CCI2*
- Dressur: Internationale Vielseitigkeitsaufgabe CCI2*
- Gelände: 2600-3120 m, Tempo: 520m/min, 25 - 30 Sprünge
- Springen: Parcours: 600 m, Tempo: 350 m/min.,13 Sprünge
Junge Reiter /CCI3*
- Dressur: Internationale Vielseitigkeitsaufgabe CCI3*
- Gelände: 3025 - 3575 m, Tempo: 550m/min, 27 - 33 Sprünge
- Springen: Parcours: 600 m, Tempo: 350 m/min., 14 Sprünge
Das Westfalenteam Vielseitigkeit
Westfälische Paare, die beim "Preis der Besten" 2026 an den Start gehen, werden nach der erfolgten Nominierung bzw. Startfreigabe, nachfolgend aufgeführt.
Ponys
Junioren
Junge Reiter
U25-Förderpreis
Preis der Besten - Voltigieren
In Voltigieren werden folgenden Titel und Medaillen vergeben
- Junior-Teams
- Junior-Einzelvoltigieren Damen
- Junior-Einzelvoltigieren Herren
- Junge Einzelvoltigierer
- Pas de Deux - Junioren
Preis der Zukunft
Darüber hinaus wird der "Preis der Zukunft" im Einzelvoltigieren ausgetragen, der sich an Einzelvoltigierer und Einzelvoltigiererinnen richtet, die im laufenden Kalenderjahr mindestens zwölf und maximal 14 Jahre alt sind. Hierzu darf jeder Landesverband einen Teilnehmer benennen, weitere Teilnehmer können vom Bundestrainer in Abstimmung mit der AG Nachwuchssport Voltigieren berufen werden.
Bewerbungsmöglichkeit zum "Preis der Zukunft" 2026
Die Prüfungsanforderungen
Einzelvoltigieren Damen / Herren
- 1. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIJ2*, Pflicht und Kür getrennt
- 2. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIJ2*, Kür
Einzelvoltigierer U 21
- 1. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIY2*, Pflicht und Technik
- 2. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIY2*, Kür
Junior-Teams
- 1. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIJ2*, Pflicht
- 2. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIJ2*, Kür
- 3. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIJ2*, Kür
Pas de Deux - Junior
- 1. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIJ2*, Kür
- 2. Durchgang: Anforderungen und Bewertung gem. CVIJ2*, Kür
Preis der Zukunft - Einzelvoltigieren
- Anforderung und Bewertung gem. CVICh2*, Pflicht und Kür getrennt
Das Westfalenteam Voltigieren 2026
Nachfolgend werden nach der erfolgten Nominierung die Voltigierer und Voltigiererinnen aufgeführt, die 2026 einen Startplatz erhalten.
Rückblick auf vergangene "Preis der Besten"
Mit herausragenden acht Medaillen beendete das Westfalenteam den „Preis der Besten“ 2025. Allen voran gewannen Marielen Theresa Osterhoff und Lana-Pinou Baumgürtel Gold auf dem Dressurviereck.
Warendorf (PV). Was für eine Bilanz! Westfalens Nachwuchstalente glänzten beim „Preis der Besten“ 2025 mit Medaillengewinnen und etlichen Topten-Platzierungen quer durch alle Disziplinen und Altersstufen. Besonders in der Dressur stachen die beiden Doppelerfolge bei den Children und Jungen Reiter hervor. Der Reihe nach:
Dressur-Pony: Platz vier für Hannah Charlotte Isbruch
Als bestes Paar aus Westfalen beendet Hannah Charlotte Isbruch von der RG Ober-Castrop den Preis der Besten 2025 mit ihrem Erfolgspony Dabia Dior NRW auf dem vierten Platz. Eine Prozentpunktsumme von 146,223 hatten die beiden in den Wertungsprüfungen am Samstag und Sonntag gesammelt. Im Sattel von DSP Der kleine Champion rangierte die Ponyreiterin aus dem Ruhrgebiet theoretisch auch auf dem fünften Platz des Gesamtrankings, allerdings wird beim Preis der Besten nur das Ergebnis des jeweils besseren Pferdes oder Ponys gewertet, wenn ein Athlet mehrfach startet. Ebenfalls in den Topten rangierte Laurentien Paula Osterhoff von der TG Silverthof, die mit Mr. Handsome Achte der Gesamtwertung wurde. Mats Buck (RV Nottuln) und Assenmachers Gentleman belegten Platz neun.
Dressur-Children (U14): Gold und Silber für den Landesverband Westfalen
Im Leistungsvergleich der Children eroberten gleich zwei Nachwuchstalente aus Westfalen die Podestplätze. In der ersten Wertung hatten zunächst Lynn Sophie Soddemann vom ZRFV Coesfeld-Lette und Fürst Schwarzenberg MT mit einem Ergebnis von 81.475 Prozent die Führung übernommen und die Prüfung für sich entschieden. Zweite wurde Marielen Theresa Osterhoff von der TG Silverthof mit Davina (79.850 Prozent). Diese beiden gewannen am Sonntag dann souverän die zweite Wertungsprüfung mit 80.074 Prozent. Lynn Sophie Soddemann erhielt in der zweiten Prüfung 77.819 Prozent und wurde Sechste. In der Gesamtwertung um den „Preis der Besten“ bedeutete das den Titel 2025 für Marielen Theresa Osterhoff und Silber für Lynn Sophie Soddemann. Frieda Thalmann (RFV „St. Georg“ Münster) und Fridolin rangierten in der Gesamtwertung auf Platz 13.
Dressur-Junioren (U18)
In der U18-Altersklasse waren Victoria von Braunmühl und DSP First Class das beste Paar aus westfälischer Sicht. Die Wahl-Westfälin, die für den RV Ostbevern startet, belegte in der Gesamtwertung den achten Platz. Carla Thees Ovelgönne vom ZRFV Lienen und Vivaldon wurden Zwölfte.
Dressur-Junge Reiter (U21): Doppelerfolg für Lana-Pinou und Lucie-Anouk Baumgürtel
In der U21-Altersklasse waren die Geschwister Lana-Pinou und Lucie-Anouk Baumgürtel vom ZRFV Appelhülsen definitiv nicht zu schlagen. In beiden Wertungsprüfungen machten sie die Plätze eins und zwei unter sich aus, wobei jede eine der beiden Prüfungen für sich entscheiden konnte. War es am ersten Tag Lana-Pinou Baumgürtel, die mit ihrer Westfalenstute ZINQ Emma FH NRW siegte, so ging die Spitzenposition am zweiten Tag an Lucie-Anouk Baumgürtel, die mit ihrem Championatspferd ZINQ Hugo FH unterwegs war. Die beiden Geschwister lagen am Ende nur wenige hundertstel Prozentpunkte auseinander. So ging die Goldmedaille auf Grund der etwas größeren Punktedifferenz am ersten Tag an Lara-Pinou, die jüngere der beiden Schwestern. Lucie-Anouk Baumgürtel freute sich über die Silbermedaille.
Springen-Pony: Malte Merformann wird Vierter
Bei den Ponys glänzte besonders Malte Merschformann vom RV Osterwick, der mit den Ponys Orchid’s Sumara und Del Toro K in Warendorf am Start war. Mit fehlerfreien Runden hatte Malte sich in der ersten Wertungsprüfung auf den Plätzen vier und sechs platziert. Am Finalsonntag gelang es dem Sporttalent aus dem Westmünsterland erneut, seine beiden Ponys mit makellosen Runden durch den anspruchsvollen Parcours zu steuern. In der Siegerrunde fehlte dann leider das nötige Quäntchen Glück. So beendete Malte Merschformann die zweite Wertung auf den Plätzen neun und zehn. In der Gesamtwertung bedeutete das den etwas undankbaren vierten Platz mit Orchid’s Sumara (41 Punkte). Mit Del Toro K kamen 40,5 Punkte zusammen, was einen theoretischen fünften Platz im Gesamtranking ergibt, jedoch wird stets nur das Ergebnis mit dem besseren Pferd oder Pony für die Gesamtwertung herangezogen. Joost Fallenberg vom PSV Wessenhorst und sein zehnjähriger Ponyhengst Big Star TF beendeten den Preis der Besten als Elfte der Gesamtwertung.
Springen-Children: Gold für Luisa Charlotte Brocks
Wie gut die elfjährige Westfalenstute Cordijana und die nur ein Jahr ältere Luisa Charlotte Brocks zusammenpassen, hatten die beiden schon mehrfach unter Beweis gestellt. So hatten sie etwa im letzten Jahr bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Riesenbeck die Bronzemedaille gewonnen. Beim Preis der Besten in Warendorf absolvierte das Paar in allen Durchgängen makellose Runden und platzierten sich in der ersten Wertung als Dritte, in der zweiten Wertung wurde es der vierte Platz. Belohnt wurde die beständige Leistung mit dem Gesamtsieg beim Preis der Besten 2025 in der Altersklasse der Children. Luisa hatte in Warendorf übrigens noch einen weiteren Sportpartner dabei, den 20-jährigen Wallach Chasmo, mit dem sie 2023 in Münster das Westfälische Nachwuchschampionat gewonnen hatte. Die beiden zeigten ebenfalls hervorragende Runden und lagen auf dem rechnerischen vierten Rang der Gesamtwertung. Mathilde Beerbaum vom ZRFV Riesenbeck und Sem Semper wurden Sechste vor Mia Meinert (RFV „von Bismarck“ Exter) mit Cool Fox HR.
Springen-Junioren: Malte Merschformann gewinnt Bronze
Zwei Wertungsspringen der Klasse S führten in der Altersklasse der Junioren zum Titel. Dabei bestand die zweite Wertung auf einem Springen der Klasse S** mit zwei Umläufen. Auf dem westfälischen Lager war es Malte Merschformann vom RV Osterwick gelungen, sich für das Finale der besten zehn Paare zu qualifizieren. Mit dem achtjährigen Westfalenhengst Pikachu lag er in der Zwischenwertung auf dem fünften Platz. Nachdem die beiden die zweite Wertung, eine Springprüfung der Klasse S** für sich entscheiden konnten, ergab das in der Gesamtwertung den dritten Platz und somit die Bronzemedaille.
Springen-Junge Reiter
Allein Max Merschformann (RV Osterwick) vertrat in diesem Jahr die westfälischen Farben in der U21-Altersklasse. Mit dem braunen Hannoveranerhengst Stonsdofer beendete er den Preis der Besten 2025 in seinem ersten Junge-Reiter-Jahr auf dem 14. Platz der Gesamtwertung.
Vielseitigkeit: Beim „Preis der Besten“ in der Vielseitigkeit fanden westfälische Paare einen guten Einstieg in die neue Saison. Allen voran beendeten Lea Brügger und ihr Erfolgspony Next Generation das Turnier auf dem Silberrang. Bei den Junioren gelang gleich zwei westfälischen Paaren eine Topten-Platzierung: Pia Sophie Schreiber wurde Fünfte, Lena-Sophie Jankord belegte Platz acht.
Der „Preis der Besten“ Vielseitigkeit wurde vom 17. bis 20. April 2025 erstmals auf dem nah am Bodensee gelegenen Gut Weiherhof in Baden-Württemberg ausgerichtet. Dort machten Lea Brügger (RFV „St. Hubertus“ Ascheberg) und Next Generation zum Saisonbeginn ihres zweiten gemeinsamen Jahres sehr positiv auf sich aufmerksam. Die amtierende Westfalenmeisterin und Vorjahres-Vierte der Deutschen Jugendmeisterschaft in der Pony-Vielseitigkeit startete mit einer sehr guten Dressur in den Wettkampf. Gerade einmal 19,4 Minuspunkte nahmen die beiden mit auf die Geländestrecke, die sie ohne Hindernisfehler meisterten und für die sie später den Stilpreis der Stiftung Deutscher Pferdesport erhielten. Lediglich 3,2 weitere Minuspunkte für ein leichtes Überschreiten der Zeit gesellten sich zum Dressurergebnis. Damit blieben Lea Brügger und Next Genreration in der Führungsposition. Im abschließenden Springparcours fielen dann leider zwei Stangen. Mit einem Endergebnis von 31,4 Minuspunkten mussten die beiden die Siegerin Milla Stade an sich vorbeiziehen lassen und belegten sowohl in der Wertung zum „Preis der Besten“ als auch in den offenen CCIOP2*-Prüfung den Silberrang. Den zweiten Platz belegte zudem Team Germany 1 in der Nationenpreiswertung.
Junioren: Pia Sophie Schreiber wird Fünfte beim „Preis der Besten“
Im vergangenen Jahr war Pia Sophie Schreiber vom RV Rhede-Krommert noch im Ponylager unterwegs. In Radolfzell trat sie nun im Sattel von Cliemann in der CCI2*-Prüfung an, die gleichzeitig der „Preis der Besten“ der Junioren war. Mit ihrem Dressurergebnis (30,2) verschaffte sich das Paar eine gute Ausgangslage, die vorerst Platz 5 bedeutete. Eine fehlerfreie Geländerunde in der Zeit ließ die beiden zwischenzeitlich sogar auf Platz vier vorrücken. Bedingt durch einen kleinen Springfehler im abschließenden Parcours blieb es dann in der Gesamtwertung des „Preis der Besten“ bei Platz fünf (34,2). In der offenen CCI2*-Prüfung bedeutete das Platz 14. Ebenfalls eine Topten-Platzierung beim „Preis der Besten“ erreichte Lena-Sophie Jankord vom RFV „St. Georg“ Saerbeck. Die Westfalenmeisterin der Junioren 2024 wurde mit ihrer elfjährigen Westfalenstute Coralie Achte der Wertung zum „Preis der Besten“ und belegte den neunzehnten Rang der Gesamtwertung. Mia Lucia Schaper (RV Rhynern) und Lukas Wilhelm Sühling (RV Rhede-Krommert) beendeten den „Preis der Besten“ auf den Plätzen 15 und 18.
Jana Lehmkuhl wird Zweite in der Wertung zum U25-Förderpreis
Die CCI3*-Prüfung in Radolfzell war gleichzeitig die erste Wertungsprüfung einer neuen Auflage des U25-Förderpreises in der Vielseitigkeit. Die Förderserie umfasst festgelegte Turniere, bei denen teilnehmende Starter im Alter zwischen 18 und 25 Jahren nach einem definierten Schlüssel Punkte erreichen können. Zum Ende der Serie im August erwartet die drei punktbesten Paare die Chance, gemeinsam und mit Bundestrainerbetreuung an einem CCI4*-Turnier teilzunehmen.
Mit ihrem erst achtjährigen Lancelot hatte die Sportsoldatin die CCI3*-Prüfung mit Bravour gemeistert. Nach der Dressur lag das Paar im Gesamtstarterfeld der 45 Starter zunächst auf Rang 13. Eine fehlerfreie Runde im Gelände, für die lediglich 2,4 Zeitstrafpunkte zu Buche schlugen, und eine blitzsaubere Runde im Parcours trug die beiden in der offenen Prüfung auf den sechsten Platz. In der U25-Förderpreiswertung bedeutete das Platz zwei.
Die nächste Station des U25-Förderpreises ist die CCI3*-Prüfung im Rahmen des internationalen Vielseitigkeitsturniers in Münster, das vom 3. bis 5. Mai 2025 an der Westfälischen Reit-und Fahrschule stattfindet.
Voltigieren: Über zwei Bronzemedaillen freuten sich Westfalens Voltigierer, die den Preis der Besten im Voltigieren parallel zur Dressur und zum Springen in Warendorf ausgetragen haben. Im Rahmen der Siegerehrung gab es zudem einen emotionalen Moment, als die frühere Bundestrainerin Ulla Ramge das Deutsche Reiterkreuz in Bronze unter großem Applaus an Dr. Augusto Fernandez Vergano übergab, der seit 16 Jahren die Championatspferde der Voltigierer betreut.
In der Springhalle des Deutschen Olympiade-Komitees traten die besten Voltigierer der U18- und U21 Altersklassen zu ihren Leistungsvergleichen an, die gleichzeitig Sichtungen zu den Weltmeisterschaften sind, die in diesem Jahr in Stadl Paura ausgetragen werden.
Ella Tebroke und Ben Lechtenberg gewinnen Bronze
In der U18-Altersklasse erreichte Ella Tebroke vom RV Rhede einen starken dritten Platz in der Gesamtwertung. Für ihre Präsentation von Pflicht und Kür auf Voltigierpferd Stalangro erhielt sie die Endnote 7,662. Vorgestellt wurde Ella Tebroke von Longenführerin Maria Temminghoff.
Ebenfalls die Bronzemedaille sicherte sich Ben Lechtenberg vom ZFRV „St. Hubertus“ Herne. Mit Voltigierpferd Iwan an der Longe von Stefan Lotzmann erreichte der 18-jährige Athlet, der bereits im letzten Jahr in der U21-Altersklasse unterwegs war, die Endnote von 7,676.
In der U21-Altersklasse waren weitere Voltigiererinnen aus Westfalen am Start. Allen voran hat Paula Waskowiak nach einer längeren Pause, die sie auf Grund einer schweren Erkrankung einlegen musste, ihren Weg zurück in den in den Spitzensport gefunden. Hut ab, liebe Paula! Die Sportsoldatin voltigierte auf Djaibolo an der Longe von Tabea Struck und beendete den Preis der Besten 2025 auf dem fünften Platz. Neele Angelbeck belegte mit Hendrikx und Longenführerin Antje Döhnert den neuten Platz, gefolgt von Jule Tiggemann auf Denver, longiert von Nina Vorberg.
Im Nachwuchswettkampf „Preis der Zukunft“ repräsentierten Frauke Wolter auf Double Inn an der Longe von Antje Döhnert und Merle Schultenkemper auf Primo, vorgestellt von Freya Schultenkemper, die westfälischen Farben. Sie wurden Sechste und Siebte.
"Das westfälische Team hat insgesamt gut abgeschnitten und ist auch in der Breite gut aufgestellt", freute sich Rainer Hilbt, Sprecher des westfälischen Disziplinbeirats. "Jetzt freuen wir uns auf den weiteren Verlauf der Saison."
Mit vielen guten Leistungen im Viereck, im Parcours und auf der Geländestrecke präsentierten sich Westfalens besten Nachwuchstalente beim jährlichen Preis der Besten. Belohnt wurde das mit etlichen Topten-Platzierungen.
Dressur
In der U 21-Dressur hat Lucie-Anouk Baumgürtel vom ZRFV Appelhülsen nur knapp das Podium verpasst verpasst. Mit ZINQ Hugo FH hatte die vielfache Europameisterin in den beiden Wertungsprüfungen den zweiten (73,394) und dritten Platz (73,605) belegt. Für die Gesamtwertung in der Dressur ist allerdings die Addition der Prozentsummen maßgeblich und in dieser Hinsicht zogen Allegra Schmitz-Morkramer, Jana Lang und Valentina Pistner an Lucie-Anouk Baumgürtel vorbei. Den fünften Platz sicherte sich Lana-Pinou Baumgürtel (ZRFV Appelhülsen) mit ZINQ Emma FH. Phelina Morzinsky (RV Isselhorst-Holtkamp) und Sacre Fleur wurden Siebte.
Bei den Ponys platzieren sich mit Hannah Charlotte Isbruch und Maximilia Osterhoff zwei westfälische Paare unter den besten zehn der Gesamtwertung. Im Sattel von Dabia Dior belegte Hannah Charlotte Isbruch (RG Ober-Castrop) in beiden Wertungsprüfungen den siebten Platz, im Gesamtranking ergab das die fünftbeste Leistung. Maximilia Osterhoff (TG Silverthof) präsentierte ihrem Mr. Handsome im Viereck und beendete den Preis der Besten als Siebte.
Springen: Bronze für Max Merschformann
Im U18-Starterfeld hatte der Preis der Besten 2024 für Max Merschformann den denkbar besten Auftakt genommen. Im Sattel von Dorotheental'S Classica hatte der Junior vom RV Osterwick die erste Wertungsprüfung gewonnen. In der zweiten Wertung unterlief dem aktuellen Deutsche-Meister-Paar in beiden Umläufen jeweils ein Springfehler, was den zehnten Platz in der Prüfung und den Bronzerang in der Gesamtwertung ergab. Mit seinem zweiten Pferd Eight Mile belegte Max Merschforman den vierten Platz in der Finalprüfung. In die Gesamtwertung wird jedoch nur ein Pferd einbezogen, so das sich für die Leistung mit Eight Mile nur ein theoretischer fünfter Platz in der Gesamtwertung ergab. Für sein feines, gefühlvolles Reiten im Parcours und auf dem Vorbereitungsplatz sowie für seinen ruhigen, respektvollen Umgang wurde der talentierte Junior zusätzlich mit dem Effol-Harmoniepreis ausgezeichnet.
In der Altersklasse „Children“ (U14) beendeten Hannes Huthwelker vom ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen und Quinn den Preis der Besten als bestes westfälisches Paar auf Platz sieben. Neunter wurde Lutz Gripshöver (RFV „St. Georg“ Werne) und Castellino. Mia Meinert und Abe II verpassten nur knapp des Topten-Ranking der Gesamtwertung und belegten den elften Platz.
Bei den Ponys lag zunächst die amtierende Deutsche Meisterin Finja Mayleen Neubauer bis zum finalen zweiten Umlauf in aussichtsreicher Medaillenposition. Die beiden hatten in der ersten Wertung den sechsten Platz belegt und auch den ersten Umlauf der zweiten Wertung fehlerfrei bewältigt. Im zweiten Umlauf fielen dann leider zwei Stangen und so beendete das Paar vom RV Helleforth den Preis der Besten mit dem fünften Platz in der Gesamtwertung. Carlotta Merschformann vom RV Nottuln und Blackpearl SH NRW schlossen sich auf Platz neun an. Zweitbestes Paar aus westfälischer Sicht waren Malte Merschformann (RV Oosterwick) und Chocko Chacker WE. Die beiden platzierten sich auf Platz sechs der Gesamtwertung.
In der U21-Altersklasse wurde Sören Suppert vom RV „St. Georg“ Vorwerk mit Kashmire la Roubine Siebter der Gesamtwertung. Die gleiche Punktzahl erlangte der Junge Reiter mit Can Tici, es wird allerdings nur ein Pferd je Reiter in die Wertung einbezogen.
Vielseitigkeit
In der Vielseitigkeit traten in diesem Jahr Ponyreiter und Junioren an, die Prüfung für die Altersklasse der Jungen Reiter war auf Grund einer zu geringen Teilnehmerzahl abgesagt worden. Aus westfälischer Sicht setzten drei Ponyreiterinnen vom RV Rhede-Krommert ein Zeichen. Allen voran Imke Schlütter und Connemara-Wallach Rathcline Dream, mit dem Imkes Schwester Linn vor zwei Jahre den Preis der Besten gewonnen hatte. Die beiden haben bereits sehr gut zusammengefunden und zeigten eine von insgesamt fünf fehlerfreien Runden im Gelände. Am Ende belegte das Paar den sechsten Platz. Vereinskollegin Pia Sophie Schreiber und Motsi Mabuse wurden Siebte, Mayla Lynn Langer und Appelschnut belegten Platz neun.
Bei den Junioren war mit Maria Lucia Schaper nur ein westfälisches Paar am Start. Im Sattel ihrer Stute Forever -Paola belegte die Juniorin vom RV Rhynern in der Gesamtwertung den zehnten Platz. Ihr Ergebnis in der Vielseitigkeitsprüfung der Klasse M: 44,5 Minuspunkte.
Voltigieren
Bundeskaderathlet Ben Lechtenberg vom RFV „St. Hubertus" Herne verteidigte beim Preis der Besten 2024 die Bronzemedaille, die er bereits im Vorjahr – damals auf Voltigierpferd Little Jo – gewonnen hatte. In diesem Jahr war der Junior-Einzelvoltigierer auf Iwan an der Longe von Stefan Lotzmann unterwegs. Das Trio hatte bereits nach der Pflicht (7,448) auf Platz drei gelegen und sich zwischenzeitlich nach der ersten Kür (8,239) auf den Silberrang vorgeschoben. Die zweite Kür wurde mit der Note 7,615 bewertet und das ergab in der Gesamtwertung den dritten Platz.
Im Pas de Deux belegten Leonie Müller und Luisa Schulte Rang sechs (7,152). Sie voltigierten auf Cairo an der Longe von Claudia Döller-Ossenberg-Engels vom RV Altena.
Im „Preis der Zukunft“ hatte Sophia Wolter vom RV Hiltrup den westfälischen Startplatz erhalten. Auf Silmana, vorgestellt von Hans Zurheiden, belegte sie den siebten Platz in dem Nachwuchswettbewerb.
Betreut wurden die westfälischen Voltigierer u.a. von dem früheren Europameister und heutigem Stützpunkttrainer Jannis Drewell, der sich nach dem Turnier sehr zufrieden über die Leistungen seiner Athleten äußerte und sich über Ben Lechtenbergs Nominierung freute. Dieser war - obschon noch im Juniorenlager unterwegs - für die Europameisterschaft bereits in der nächsthöheren U 21- Altersklasse benannt worden.
Die Jubiläums-Ausgabe des wichtigen Turniers bescherte dem Westfalenteam zehn Medaillen.
Bei sonnigem Geburtstagswetter erlebte der „Preis der Besten“ seine 50. Auflage. Ihre Geburtsstunde hatte die Veranstaltung 1973 beim Turnier in der Dortmunder Westfalenhalle erlebt, wo zunächst ausschließlich Dressurprüfungen für die Altersklasse der Jungen Reiter stattfanden. Später kam das Springen hinzu und nach einem Zwischenstopp in Münster-Handorf fand der „Preis der Besten“ 1987 seine endgültige Heimat in Warendorf. (Quelle: Pferd-aktuell) Heute gehört er neben den Deutschen Jugendmeisterschaften zu den wichtigsten Veranstaltungen im Jugend-Leistungssport und umfasst die olympischen Disziplinen sowie das Voltigieren.
Beim „Preis der Besten“ 2023 waren 32 Athletinnen und Athleten mit dem Wappen des Pferdesportverbandes Westfalen an den Start gegangen. Neben mehreren Topten-Platzierungen gewann das Westfalenteam insgesamt zehn Medaillen, darunter zwei Goldene in der Vielseitigkeit.
Dressur: Anna Middelberg gewinnt Silber, Bronze für Lucie-Anouk & Lana-Pinou Baumgürtel
In der Altersklasse der Jungen Reiter hat Anna Middelberg vom ZRFV Lienen mit ihrem Erfolgspferd Blickfang HC die Silbermedaille gewonnen. 73,025 Prozentpunkte in der ersten Wertung (Platz 3) und 72,184 Prozentpunkte in der zweiten Wertung (Platz 2) hatte das Paar für die beiden S*-Aufgaben erhalten. Dicht auf den Fersen war ihnen dabei Lucie-Anouk Baumgürtel vom ZRFV Appelhülsen, die mit dem erst 8-jährigen ZINQ Ferati FH eine Prozentpunktsumme von 144,579 sammelte und damit die Bronzemedaille gewann. Nur einen Wimpernschlag dahinter reihte sich Greta Busacker (RV „St. Georg“ Münster) ein, die mit EQUITANA´s Firlefranz 144,395 Prozentpunkte als Endergebnis verbuchte. Die beiden hatten in der ersten Wertung den vierten Platz belegt und waren Dritte der zweiten Wertung.
Bei den Junioren hatte Lana-Pinou Baumgürtel vom ZRFV Appelhülsen als einzige Westfälin eine Startgenehmigung erhalten. Mit ZINQ Founder FH sowie der 9-jährige Westfalenstute ZINQ Emma FH gelangen der amtierenden Junioren-Mannschaftseuropameisterin durchgehend gute Runden. So belegte sie in der ersten Wertung die Plätze drei und fünf, in der zweiten Runde wurde sie Dritte und Vierte. In der Gesamtwertung ergab das die Bronzemedaille mit ZINQ Founder FH und rechnerisch Platz vier mit ZINQ Emma FH – es wird allerdings nur ein Pferd für die Gesamtwertung herangezogen.
Bei den Ponys belegten Maximilia Osterhoff (TG Silverthof) und Mr. Handsome den zehnten Platz der Gesamtwertung, Lotta Plaas vom RFV Warendorf und Neverland WE wurden Elfte.
Springen: Carlotta Merschformann gewinnt die Silbermedaille bei den Ponys
Mit ihrer bewährten Reitponystute Black Pearl SH NRW hat Vorjahressiegerin Carlotta Merschformann vom RV Nottuln in beiden Wertungsprüfungen der Ponys (M*/M**mit zwei Umläufen) blitzsaubere Runden im Parcours gezeigt. Das gelang außer Carlotta nur noch der späteren Gesamtsiegerin Leonie Pander, die mit Indimill jeweils etwas schneller unterwegs war und beide Wertungsprüfungen vor Carlotta Merschformann gewann. Mit dem fünften Platz in der Gesamtwertung beendete Hanna Bräuer vom RV Giebelwald mit Miss Mc Fly D NRW den „Preis der Besten“ 2023. Eine Topten-Platzierung gelang außerdem Malte Merschformann (RV Osterwick) mit Orchid’s Tiffanie (Platz zehn). Mia Meinert wurde Zwölfte.
In der Altersklasse der Junioren erreichte Max Merschformann (RV Osterwick) mit Dorotheental’s Classica mit dem zehnten Platz in der Gesamtwertung das beste Ergebnis aus westfälischer Sicht. Bei den Jungen Reitern gelang das Hannah-Michelle Wilken vom RFV Warendorf. Mit ihrer Schimmelstute Cutest Tabou wurde sie Neunte der Gesamtwertung. Henning Athens (RFV „Graf Sporck“ Delbrück) belegte mit Tenterhofs Cantuddini Platz elf.
Vielseitigkeit: Sina Brügger und Greta Busacker gewinnen beim „Preis der Besten“
An Sina Brügger vom RV „St. Hubertus” Ascheberg und ihren Ponys Next Generation und Golden Girl’s Nelly führte in der Pony-Vielseitigkeit kein Weg vorbei. Mit ihrer erfahrenen Stute Next Generation gelang der 15-jährigen ein Start-Ziel-Sieg (23,6). Golden Girl’s Nelly, eine Tochter der Next Generation, rangierte in der Prüfung auf Platz zwei (31,5), sie hatte ihrem Dressurergebnis lediglich 0,4 Minuspunkte für ein leichtes Überschreiten der Zeit hinzugefügt. Die Bronzemedaille sicherte sich Theresa Isabell Welsch vom ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen, die mit Shannon’s Hero ebefalls ihr Dressurergebnis (38,3) ins Ziel brachte.
Greta Busacker krönte ihr letztes Jahr im Lager der Jungen Reiter mit dem Sieg in der Vielseitigkeit. Mit der Schimmelstute Weiße Düne gelang ihr mit nur 20,5 Minuspunkten ebenfalls ein Start-Ziel-Sieg. „Es ist unglaublich, hier Dressur und ‚Busch‘ zu reiten. Das war immer schon ein Traum von mir“, sagte die Münsteranerin im Interview. Die Silbermedaille ging ebenfalls nach Westfalen. Linn Klümper gelang der bestmögliche Einstieg in das erste Junge-Reiter-Jahr. Mit ihrem Wallach Candyman hatte die 19-jährige vom RV Velen im Gelände eine fehlerfreie Runde in der Zeit hingelegt, im Parcours fiel zwar eine Stange, doch das konnte den Silberrang nicht mehr gefährden.
Voltigieren: Zwei Bronzemedaillen für Westfalens Voltigierer
Drei aktive Voltigierer aus dem Landesverband Westfalen nahmen am „Preis der Besten 2023“ teil. Bei den „Jungen Einzelvoltigierern“ gelang Paula Waskowiak vom Voltigierverein Volmerdingsen ein guter Einstieg in die U21-Altersklasse. Auf dem Rücken von Voltigierpferd Djaibolo gewann die Deutsche Juniormeisterin 2022 mit der Gesamtnote 8,122 die Bronzemedaille. Die Longe führte Tabea Struck.
Ebenfalls die Bronzemedaille gewann Ben Lechtenberg vom RFZV „St. Hubertus“ Herne, der mit Voltigierpferd Little Jo und Longenführer Stefan Lotzmann in den Wettkampfzirkel einlief. Das Trio war in der Junior-Einzelvoltigierprüfung unterwegs (7,218)
Beim „Preis der Zukunft“ wurde Sophia Wolter (RV Hiltrup) auf Silmana Siebte. Longenführer war Hans Zurheiden.
Der „Preis der Besten“ 2022 wird in Westfalen wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Das Landestrainerteam und alle Beteiligten durften sich über eine selten große Fülle herausragender sportlicher Leistungen freuen. Sie wurden mit insgesamt zwölf Medaillen belohnt, darunter sechs Goldene. So ein außergewöhnlich gutes Ergebnis gibt es sicher nicht alle Tage. Doch der Reihe nach:
Dressur-Children: Die Silbermedaille bleibt in Warendorf
Lotta Plaas vom RFV Warendorf hat mit Balsamico die Silbermedaille in der Altersklasse der Children gewonnen. Die beiden gehörten im Vorjahr erstmals zum EM-Team und sind amtierende Mannschafts-Europameister. Mit ihrem 20-Jährigen Trakehner erreichte Lotta Plaas in der ersten Wertung 79,150 Prozentpunkte und wurde Dritte. In der zweiten Wertung waren es 78,283 Prozentpunkte und ebenfalls der dritte Platz. Im Gesamtranking ergab das den zweiten Podestplatz und die Silbermedaille für die 13-Jährige. Der Sieg ging an Martha Raupach (Weser-Ems), Bronze gewann Ava Osing (Schleswig-Holstein). Sophie Bayer (RV Roxel) und Rock of Stars erreichten ebenfalls eine Topten-Platzierung und beendeten den Preis der Besten als neuntbestes Paar.
Dressur-Ponys: Platz vier für Sophie Luisa Duen
Sophie Luisa Duen vom Reit- und Voltigierverein Bad Oeynhausen hat beim Preis der Besten 2022 das Siegerpodest nur knapp verfehlt. Mit Del Estero NRW erreicht sie in der ersten Wertungsprüfung 73,385 Prozentpunkte und wurde Vierte, für die zweite Wertung gab es 71,829 Prozentpunkte und den sechsten Platz. Mit ihrem zweiten Pony DSP Cosmo Royale rangierte die Ostwestfälin an zwölfter Stelle des Gesamtrankings.
Dressur-Junioren: Lana-Pinou Baumgürtel gewinnt Silber
Lana-Pinou Baumgürtel (ZRFV Appelhülsen) und ZINQ Emma FH haben beide Prüfungsaufgaben in der Altersklasse der Junioren mit dem jeweils zweitbesten Ergebnis absolviert (75,324 und 77,632 Prozentpunkte) und den Preis der Besten 2022 insgesamt auf dem Silberrang beendet. Gäbe es nicht die Regel, dass nur ein Pferd im Gesamtranking gezählt werden darf, hätte die 16-Jährige vom Freiberger Hof in Nottuln auch auf dem dritten Podestplatz Aufstellung genommen, denn mit ZINQ Founder FH rangierte sie nach Platz drei in der ersten Wertung und Platz fünf in der zweiten Wertung insgesamt auf dem Bronzerang. Gold ging an Allegra Schmitz-Morkramer (Schleswig-Holstein), Bronze gewann Carolina Miesner (Hannover).
Dressur-Junge Reiter: Start-Ziel-Sieg für Lucie Anouk Baumgürtel und ZINQ Hugo FH
Lucie Anouk Baumgürtel, die für den RV Appelhülsen startet, hat einmal mehr einen erfolgreichen Wechsel der Altersklasse absolviert. Noch im Vorjahr hatte 18-Jährige vielfache Pony-Europameisterin ihre Premiere im Juniorenlager ebenfalls mit EM-Gold gekrönt. In diesem Jahr tritt sie bereits im U21-Lager der Jungen Reiter an und fügt ihren überragenden sportlichen Werdegang einen weiteren Sieg beim Preis der Besten hinzu. Im Sattel von ZINQ Hugo FH siegte sie in beiden Wertungsprüfungen mit 77,026 und 77,211 Prozentpunkten deutlich und gewann die Goldmedaille vor Helena Schmitz-Morkramer (Schleswig-Holstein) und Jana Schrödter (Baden-Württemberg). Mit ZINQ Farlana FH belegte Lucie-Anouk Baumgürtel im Gesamtranking zudem den zehnten Platz.
Springen-Children: Carlotta Merschformann und Conny gewinnen den Preis der Besten
Es war ihr Turnier! Carlotta Merschformann vom RV Nottuln hat beim Preis der Besten 2022 einfach alles richtig gemacht und wurde für ihre herausragenden Leistungen gleich zweimal mit der Goldmedaille belohnt. Im Sattel ihrer Westfalenstute Conny, die bei Familie Merschformann das Licht der Welt erblickt hat, gewann sie die erste Wertungsprüfung der Children mit ihrer schnellen und makellosen Runde über den M*-Parcours. Am Finaltag wartete ein M*-Springen mit zwei Umläufen. Carlotta und Conny absolvierten die erste Runde erneut fehlerfrei und als schnellstes Paar. Im zweiten Umlauf waren jedoch zwei Starter noch schneller. Carlotta Merschformann und Conny wurden Dritte der Finalprüfung. Im Gesamtranking bedeutete das den Sieg und die Goldmedaille.
Springen-Ponys: Die zweite Goldmedaille für Carlotta Merschformann
Kurz nach der Medaillenehrung bei den Children ging es für Carlotta Merschformann erneut in den Finalparcours. Diesmal hatte sie ihre westfälische Ponystute Black Pearl SH NRW gesattelt, mit der sie die erste Wertungsprüfung am Vortag gewonnen hatte. Im ersten Umlauf der Ponyspringprüfung Klasse M** gelang dem Paar die schnellste, fehlerfreie Runde des Starterfeldes. In der zweiten Runde fiel eine Stange und so landeten die beiden in der Finalprüfung auf dem vierten Platz. Der Sieg der zweiten Wertung blieb allerdings in westfälischer Hand, denn die schnellere der beiden fehlerfreien Runden im zweiten Umlauf gelang Hanna Bräuer (RV Giebelwald) mit Miss Mc Fly D NRW. Im Sattel von Cookie wurde sie zudem Dritte der Finalprüfung. Im Gesamtranking bedeutete das für Hanna Bräuer die Bronzemedaille mit Miss Mc Fly D NRW und – rein rechnerisch, denn je Reiter geht nur ein Pferd in die Gesamtwertung ein - Platz vier mit Cookie. Cecilia Beerbaum (ZRFV Riesenbeck) und wurde mit Black Jack Elfte, Felicia Julia Dahlkamp (ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen) belegte mit Abano D Platz zwölf. Die Goldmedaille aber ging an Carlotta Merschformann mit Conny, die somit am Finaltag des Preis der Besten 2022 in kürzester Zeit in zwei Altersklassen ganz oben auf dem Siegerpodest stand.
Springen -Junioren: Platz sieben für Carlotta Terhörst
Im Starterfeld der Junioren platzierte sich Carlotta Terhörst mit Chacalaca T als beste Starterin aus dem Westfalenteam auf Platz sieben der Gesamtwertung. Die amtierende Westfalenmeisterin ihrer Altersklasse wurde 22. in der ersten Wertung und Sechste in der finalen Springprüfung Klasse S* mit zwei Umläufen.
Springen-Junge Reiter: Gold und Bronze für Fallenberg und Wilken
Bei den Jungen Reitern bleiben zwei der drei Medaillen im Kreis Warendorf. Sieger im Preis der Besten 2022 wurde Sönke Fallenberg vom PSV Wessenhorst mit Vescovino. Der Sportsoldat hatte die erste Wertungsprüfung, eine Zeitspringprüfung der Klasse S** gewonnen. In der zweiten Wertungsprüfung, einer Springprüfung der Klasse S*** mit zwei Umläufen fiel in beide Runden eine Stange. Im Ergebnis bedeutete dies Platz drei im Finalspringen und die Goldmedaille für Sönke Fallenberg. Die Bronzemedaille sicherte sich Hannah-Michelle Wilken vom RFV Warendorf mit ihrer Schimmelstute Cutest Tabou. Die beiden wurden Zweite der Zeitspringprüfung und Achte im Finalspringen. Paul Ripploh (ZRFV Riesenbeck) und Chevalier de Blue rangierten in der Gesamtwertung auf Platz elf, Pia Stieborsky und Orlanda wurden Fünfzehnte.
Vielseitigkeit-Ponys: Gold und Silber gehen nach Westfalen
Linn Schlütter vom RV Rhede-Krommert hat den Preis der Besten in der Pony-Vielseitigkeit gewonnen. Mit ihrem Connemara-Pony Rathcline Dream siegte die 16-Jährige, die bereits im Vorjahr an der Europameisterschaft teilnahm und die Bronzemedaille bei der Pony-DM gewann, in ihrem letzten Ponyjahr in Warendorf mit einem Endergebnis von 34,70 Minuspunkten. Eine fallende Stange im abschließenden Springen konnte das Paar dank der guten Vorleistungen in der Dressur und im Gelände kompensieren, die sie jeweils als zweitbeste beendet hatten. Über die Silbermedaille freute sich Sina Brügger vom RV „St. Hubertus“ Ascheberg. Mit ihrer Deutschen Reitponystute Next Generation hatte sie nach der Dressur mit 28,60 Minuspunkten zunächst in Führung gelegen. Im Gelände kamen 3,20 Zeitstrafpunkte hinzu und im Parcours, der von nur zwei Paaren ohne Springfehler absolviert wurde, fiel eine Stange. Das bedeutete Platz zwei in der Gesamtwertung und damit durften zwei Ponyreiterinnen aus Westfalen bei der Ehrung auf den beiden obersten Podestplätzen der Nationalhymne lauschen. Theresa Isabell Welsch vom ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen wurde mit Shannon’s Hero Achte.
Vielseitigkeit-Junioren: Platz sechs für Linn Klümper
Ein kleiner Springfehler im abschließenden Parcours hatte leider einen hohen Preis für Linn Klümper vom RV Velen. Mit ihrem Westfalen Candyman hatte die aktuelle Vize-Westfalenmeisterin mit nur 30,6 Minuspunkten nach Dressur und Gelände in Führung gelegen. Doch eine Stange fiel leider und so wurde es nach einer sehr guten Leistung in der Vielseitigkeitsprüfung der Klasse M der sechste Platz für das Paar. Lea-Sophie Denker und Colours of Life beendeten die Prüfung auf Platz 14.
Vielseitigkeit -Junge Reiter: Platz zehn für Ann-Catrin Bierlein
In der Altersklasse der Jungen Reiter absolvierte das Starterfeld eine Vielseitigkeitsprüfung der Klasse M, die in Anlehnung an eine CCI3*-Prüfung ausgeschrieben war. Als beste westfälische Teilnehmerin beendete Ann-Catrin Bierlein vom RFV Warendorf mit Sir Scotty die Prüfung als Zehnte der Gesamtwertung. Jana Lehmkuhl wurde mit Huckleberry Finn Zwölfte und belegte mit Chiara d’Amour Platz 15
Voltigieren: Gold und Bronze für das Westfalenteam
Paula Waskowiak hat die Goldmedaille in Damenwertung der Junioren gewonnen. Die Bundeskader-Athletin vom Voltigierverein Volmerdingsen war mit Voltigierpferd Djaibolo und Longenführerin Tabea Struck in den Wettkampfzirkel eingelaufen. Sie beendete die Prüfung mit einem Gesamtergebnis von 7,985 und siegte vor Lily Warren (Weser-Ems) und Laura Seemüller (Bayern). In der Junior-Konkurrenz der Herren gewann Ben Lechtenberg vom RFZV „St. Hubertus“ Herne / Bochum-Gerthe die Bronzemedaille. Er war in Warendorf ausnahmsweise auf Rubin Fiorelle am Start, der von Gesa Bührig vorgestellt wurde. 7,071 lautete das Gesamtergebnis.
Der Pferdesportverband Westfalen freut sich über Bronze für Sina Knoop und Lara Tönnissen sowie über zahlreiche Topten-Platzierungen.
Die Schärpen beim Preis der Besten 2021 im Springen sind vergeben. Der Pferdesportverband Westfalen freute sich über zwei Bronzemedaillen und zahlreiche gute Platzierungen seiner Nachwuchsreiter. Über eine Bronzemedaille im Lager Junioren strahlte Sina Knoop vom ZRFV Riesenbeck im Sattel von Condino. Zweitbeste Westfälin war Lokalmatadorin Hannah-Michelle Wilken (RV Warendorf) auf Cutest Tabou, die Rang sechs erreichte.
Knapp aus den Medaillenrängen war beim Preis der Besten der Jungen Reiter Sönke Fallenberg (RV Sendenhorst) gerutscht. Der Springreiter platzierte sich auf Rang vier mit seiner Stute Chakira. Sechste wurde Antonia Ercken (RV Recklinghausen) mit Cool Fox. Rang zehn ging an Antonia Locker im Sattel von Cristobal (RV Rhede).
Die Bronzemedaille bei den Ponyreitern holte Lara Tönnissen (Senden) mit ihrer Clarissa NRW. Die beiden belegten in beiden Wertungen Rang fünf. Auf Rang acht landete ihre Verbandskollegin Lilli Marie Carius mit Steensdiek Jolly Couer (Landwirtschaftlicher Reitverein Kalthof). Neunte wurde Hanna Bräuer mit Cookie (RV Fritz Sümmermann Fröndenberg).
Bestens zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge zeigte sich auch Westfalens Landestrainer Klaus Reinacher (Rosendahl): „Beim Preis der Besten waren schwere Aufgaben zu bestehen, schließlich war es auch eine Sichtung für die Europameisterschaften. Da mussten die Paare schon wirklich topfit und bestens vorbereitet sein, um hier zu bestehen.“ Große Souveränität bestätigte Klaus Reinacher vor allem den Medaillengewinnerinnen. „Sina Knoop hat alle Runden sehr konzentriert geritten und ihr Pferd war einfach toll in Schuss. Lara Tönnissen ist in der Ponyszene erprobt und bereits EM-erfahren. Das kam ihr in Warendorf natürlich zugute.“ Erfreuliche Ergebnisse sah der Landestrainer auch bei seinen Jungen Reitern. „Fünf Paare unter den ersten Zehn – das muss uns erstmal einer nachmachen.“
(Anmerkung der Redaktion: Sönke Fallenberg und Antonia Ercken platzierten sich mit ihren Zweitpferden gleich zweimal unter den ersten Zehn.)
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Hier finden sich die News-Meldungen zum Preis der Besten. Die Meldungen werden vom Pferdesportverband Westfalen erstellt.
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