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Positionen und Stellungnahmen des Pferdesportverbandes Westfalen

Nachfolgend finden Sie Positionspapiere und Stellungnahmen des Pferdesportverbandes Westfalen. 

Wölfe und Pferde in Nordrhein-Westfalen

Pferdehalter erleben die Rückkehr des Wolfes mit gemischten Gefühlen. Die Faszination, die viele Menschen mit dem Wolf verbinden, können wir nachempfinden – gleichzeitig sind wir in Sorge um die uns anvertrauten Pferde und Ponys, deren Wohl und Schutz unsere ausdrückliche Aufgabe ist.

Verbände und Vereinigungen des Pferdesports und der Pferdezucht in Nordrhein-Westfalen haben ausführlich über die Rückkehr des Wolfes und die einhergehenden Herausforderungen für die Pferdehaltung gesprochen.

Mit den nachfolgenden Gedanken richten sich die unterzeichnenden Verbände und Vereinigungen an politische Entscheidungsträger. Damit verbunden ist die Aufforderung zum Dialog, für den wir gern zur Verfügung stehen.

Den derzeitigen öffentlichen Diskurs erfahren wir als emotional stark aufgeladen und zuspitzend. An vielen Stellen vermissen wir die sachliche Betrachtung und die angemessene Abwägung von Interessen. Uns besorgt besonders die Einseitigkeit, mit der dem Thema vielerorts begegnet wird.

Unser Anliegen und unsere Aufgabe ist es, die Pferde zu schützen. Wir freuen uns, darüber mit Ihnen in den Dialog zu treten.


Ausreiten in NRW

Pferde gehören von jeher in das Bild der Landschaft und haben diese Jahrhunderte lang geprägt. Natürlich haben sich die Rahmenbedingungen und die Infrastruktur in der Gegenwart vollständig gewandelt. Auch werden Pferde heute kaum mehr als Arbeitstiere eingesetzt, sondern haben als Freizeit- und Sportpartner eine neue Bedeutung gefunden. In dieser Eigenschaft sind sie mit ihren Reitern, angespannt vor der Kutsche oder geführt bei einem Spaziergang mit Pferd in Nordrhein-Westfalen nach wie vor in der Natur anzutreffen. Das dient nicht nur der Erholung der Reiterinnen und Reiter. Auch für die Pferde ist die Bewegung im Wald und in der freien Landschaft ein Vergnügen, das wir ihnen regelmäßig anbieten möchten.

Bei der regionalen Umsetzung der neuen Reitreglung erleben wir eine große Spannbreite – sowohl im Hinblick auf die Qualität der eingeräumten Beteiligungsmöglichkeiten, als auch im Hinblick auf die Nachvollziehbarkeit und Objektivierbarkeit der Entscheidungsgrundlagen. Der Glanz positiver Lösungen verblasst unter dem Eindruck der Beispiele, bei denen Veränderung im Sinne der gewollten Liberalisierung nicht einmal erwogen, geschweige denn einer Erprobung unterzogen werden. Gleichwohl ist es so, dass mehr als der Hälfte der Kreise und kreisfreien Städte sich gegen eine erweiternde oder einschränkende Allgemeinverfügung entschieden haben. Nicht überall sind die Überlegungen bereits abgeschlossen, teilweise auch noch nicht begonnen worden.


Schweigen schützt die Falschen

Prävention sexualisierte Gewalt

Kinder und Jugendliche sind begeisterte Pferdefans. Ihre hohe Motivation und große emotionale Bindung ist vielleicht das größte Kapital des Pferdesports. Sie wollen - auch in Zeiten der Ganztagsschule - über das Reit-, Fahr- oder Voltigiertraining hinaus Zeit mit ihrem geliebten vierbeinigen Sportpartner und mit gleichgesinnten Pferdefreunden verbringen. Nur selten machen wir uns klar, dass unsere Kinder und Jugendlichen dabei geschützt werden müssen. Nur selten stellen wir uns der schwer fassbaren Erkenntnis, dass Pferdesportanlagen neben ihrer fröhlichen Vorderseite auch eine gefährliche Rückseite haben können.

Die Aufforderung, sich aktiv für das Kindeswohl und die Prävention sexualisierter Gewalt einzusetzen, erreicht die Pferdesportvereine über mehrere Wege. Innerhalb der Sportorganisation hat der Deutsche Olympische Sportbund mit seinen Spitzenverbänden (u. A. der Deutschen Reiterlichen Vereinigung) und seinen Landessportbünden die Initiative entfacht. Das neue Bundeskinderschutzgesetz nimmt  die öffentlichen Träger der Jugendhilfe verstärkt in die Pflicht.

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