Medaillenregen beim Preis der Besten

Das Westfalenteam hat zwölf Medaillen gewonnen

Warendorf (PV). Der „Preis der Besten“ 2022 wird in Westfalen wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Das Landestrainerteam und alle Beteiligten durften sich über eine selten große Fülle herausragender sportlicher Leistungen freuen. Sie wurden mit insgesamt zwölf Medaillen belohnt, darunter sechs Goldene. So ein außergewöhnlich gutes Ergebnis gibt es sicher nicht alle Tage. Doch der Reihe nach:

Dressur-Children: Die Silbermedaille bleibt in Warendorf

Lotta Plaas vom RFV Warendorf hat mit Balsamico die Silbermedaille in der Altersklasse der Children gewonnen. Die beiden gehörten im Vorjahr erstmals zum EM-Team und sind amtierende Mannschafts-Europameister. Mit ihrem 20-Jährigen Trakehner erreichte Lotta Plaas in der ersten Wertung 79,150 Prozentpunkte und wurde Dritte. In der zweiten Wertung waren es 78,283 Prozentpunkte und ebenfalls der dritte Platz. Im Gesamtranking ergab das den zweiten Podestplatz und die Silbermedaille für die 13-Jährige. Der Sieg ging an Martha Raupach (Weser-Ems), Bronze gewann Ava Osing (Schleswig-Holstein). Sophie Bayer (RV Roxel) und Rock of Stars erreichten ebenfalls eine Topten-Platzierung und beendeten den Preis der Besten als neuntbestes Paar.

Dressur-Ponys: Platz vier für Sophie Luisa Duen

Sophie Luisa Duen vom Reit- und Voltigierverein Bad Oeynhausen hat beim Preis der Besten 2022 das Siegerpodest nur knapp verfehlt. Mit Del Estero NRW erreicht sie in der ersten Wertungsprüfung 73,385 Prozentpunkte und wurde Vierte, für die zweite Wertung gab es 71,829 Prozentpunkte und den sechsten Platz. Mit ihrem zweiten Pony DSP Cosmo Royale rangierte die Ostwestfälin an zwölfter Stelle des Gesamtrankings.

Dressur-Junioren: Lana-Pinou Baumgürtel gewinnt Silber

Lana-Pinou Baumgürtel (ZRFV Appelhülsen) und ZINQ Emma FH haben beide Prüfungsaufgaben in der Altersklasse der Junioren mit dem jeweils zweitbesten Ergebnis absolviert (75,324 und 77,632 Prozentpunkte) und den Preis der Besten 2022 insgesamt auf dem Silberrang beendet. Gäbe es nicht die Regel, dass nur ein Pferd im Gesamtranking gezählt werden darf, hätte die 16-Jährige vom Freiberger Hof in Nottuln auch auf dem dritten Podestplatz Aufstellung genommen, denn mit ZINQ Founder FH rangierte sie nach Platz drei in der ersten Wertung und Platz fünf in der zweiten Wertung insgesamt auf dem Bronzerang. Gold ging an Allegra Schmitz-Morkramer (Schleswig-Holstein), Bronze gewann Carolina Miesner (Hannover)

Dressur-Junge Reiter: Start-Ziel-Sieg für Lucie Anouk Baumgürtel und ZINQ Hugo FH

Lucie Anouk Baumgürtel, die für den RV Appelhülsen startet, hat einmal mehr einen erfolgreichen Wechsel der Altersklasse absolviert. Noch im Vorjahr hatte 18-Jährige vielfache Pony-Europameisterin ihre Premiere im Juniorenlager ebenfalls mit EM-Gold gekrönt. In diesem Jahr tritt sie bereits im U21-Lager der Jungen Reiter an und fügt ihren überragenden sportlichen Werdegang einen weiteren Sieg beim Preis der Besten hinzu. Im Sattel von ZINQ Hugo FH siegte sie in beiden Wertungsprüfungen mit 77,026 und 77,211 Prozentpunkten deutlich und gewann die Goldmedaille vor Helena Schmitz-Morkramer (Schleswig-Holstein) und Jana Schrödter (Baden-Württemberg). Mit ZINQ Farlana FH belegte Lucie-Anouk Baumgürtel im Gesamtranking zudem den zehnten Platz.

Springen-Children: Carlotta Merschformann und Conny gewinnen den Preis der Besten

Es war ihr Turnier! Carlotta Merschformann vom RV Nottuln hat beim Preis der Besten 2022 einfach alles richtig gemacht und wurde für ihre herausragenden Leistungen gleich zweimal mit der Goldmedaille belohnt. Im Sattel ihrer Westfalenstute Conny, die bei Familie Merschformann das Licht der Welt erblickt hat, gewann sie die erste Wertungsprüfung der Children mit ihrer schnellen und makellosen Runde über den M*-Parcours. Am Finaltag wartete ein M*-Springen mit zwei Umläufen. Carlotta und Conny absolvierten die erste Runde erneut fehlerfrei und als schnellstes Paar. Im zweiten Umlauf waren jedoch zwei Starter noch schneller. Carlotta Merschformann und Conny wurden Dritte der Finalprüfung. Im Gesamtranking bedeutete das den Sieg und die Goldmedaille.

Springen-Ponys: Die zweite Goldmedaille für Carlotta Merschformann

Kurz nach der Medaillenehrung bei den Children ging es für Carlotta Merschformann erneut in den Finalparcours. Diesmal hatte sie ihre westfälische Ponystute Black Pearl SH NRW gesattelt, mit der sie die erste Wertungsprüfung am Vortag gewonnen hatte. Im ersten Umlauf der Ponyspringprüfung Klasse M** gelang dem Paar die schnellste, fehlerfreie Runde des Starterfeldes. In der zweiten Runde fiel eine Stange und so landeten die beiden in der Finalprüfung auf dem vierten Platz. Der Sieg der zweiten Wertung blieb allerdings in westfälischer Hand, denn die schnellere der beiden fehlerfreien Runden im zweiten Umlauf gelang Hanna Bräuer (RV Giebelwald) mit Miss Mc Fly D NRW. Im Sattel von Cookie wurde sie zudem Dritte der Finalprüfung. Im Gesamtranking bedeutete das für Hanna Bräuer die Bronzemedaille mit Miss Mc Fly D NRW und – rein rechnerisch, denn je Reiter geht nur ein Pferd in die Gesamtwertung ein - Platz vier mit Cookie. Cecilia Beerbaum (ZRFV Riesenbeck) und wurde mit Black Jack Elfte, Felicia Julia Dahlkamp (ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen) belegte mit Abano D Platz zwölf. Die Goldmedaille aber ging an Carlotta Merschformann mit Conny, die somit am Finaltag des Preis der Besten 2022 in kürzester Zeit in zwei Altersklassen ganz oben auf dem Siegerpodest stand.

Springen -Junioren: Platz sieben für Carlotta Terhörst

Im Starterfeld der Junioren platzierte sich Carlotta Terhörst mit Chacalaca T als beste Starterin aus dem Westfalenteam auf Platz sieben der Gesamtwertung. Die amtierende Westfalenmeisterin ihrer Altersklasse wurde 22. in der ersten Wertung und Sechste in der finalen Springprüfung Klasse S* mit zwei Umläufen.

Springen-Junge Reiter: Gold und Bronze für Fallenberg und Wilken

Bei den Jungen Reitern bleiben zwei der drei Medaillen im Kreis Warendorf. Sieger im Preis der Besten 2022 wurde Sönke Fallenberg vom PSV Wessenhorst mit Vescovino. Der Sportsoldat hatte die erste Wertungsprüfung, eine Zeitspringprüfung der Klasse S** gewonnen. In der zweiten Wertungsprüfung, einer Springprüfung der Klasse S*** mit zwei Umläufen fiel in beide Runden eine Stange. Im Ergebnis bedeutete dies Platz drei im Finalspringen und die Goldmedaille für Sönke Fallenberg. Die Bronzemedaille sicherte sich Hannah-Michelle Wilken vom RFV Warendorf mit ihrer Schimmelstute Cutest Tabou. Die beiden wurden Zweite der Zeitspringprüfung und Achte im Finalspringen. Paul Ripploh (ZRFV Riesenbeck) und Chevalier de Blue rangierten in der Gesamtwertung auf Platz elf, Pia Stieborsky und Orlanda wurden fünfzehnte.

Vielseitigkeit-Ponys: Gold und Silber gehen nach Westfalen

Linn Schlütter vom RV Rhede-Krommert hat den Preis der Besten in der Pony-Vielseitigkeit gewonnen. Mit ihrem Connemara-Pony Rathcline Dream siegte die 16-Jährige, die bereits im Vorjahr an der Europameisterschaft teilnahm und die Bronzemedaille bei der Pony-DM gewann, in ihrem letzten Ponyjahr in Warendorf mit einem Endergebnis von 34,70 Minuspunkten. Eine fallende Stange im abschließenden Springen konnte das Paar dank der guten Vorleistungen in der Dressur und im Gelände kompensieren, die sie jeweils als zweitbeste beendet hatten. Über die Silbermedaille freute sich Sina Brügger vom RV „St. Hubertus“ Ascheberg. Mit ihrer Deutschen Reitponystute Next Generation hatte sie nach der Dressur mit 28,60 Minuspunkten zunächst in Führung gelegen. Im Gelände kamen 3,20 Zeitstrafpunkte hinzu und im Parcours, der von nur zwei Paaren ohne Springfehler absolviert wurde, fiel eine Stange. Das bedeutete Platz zwei in der Gesamtwertung und damit durften zwei Ponyreiterinnen aus Westfalen bei der Ehrung auf den beiden obersten Podestplätzen der Nationalhymne lauschen. Theresa Isabell Welsch vom ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen wurde mit Shannon’s Hero Achte.

Vielseitigkeit-Junioren: Platz sechs für Linn Klümper

Ein kleiner Springfehler im abschließenden Parcours hatte leider einen hohen Preis für Linn Klümper vom RV Velen. Mit ihrem Westfalen Candyman hatte die aktuelle Vize-Westfalenmeisterin mit nur 30,6 Minuspunkten nach Dressur und Gelände in Führung gelegen. Doch eine Stange fiel leider und so wurde es nach einer sehr guten Leistung in der Vielseitigkeitsprüfung der Klasse M der sechste Platz für das Paar. Lea-Sophie Denker und Colours of Life beendeten die Prüfung auf Platz 14.

Vielseitigkeit -Junge Reiter: Platz zehn für Ann-Catrin Bierlein

In der Altersklasse der Jungen Reiter absolvierte das Starterfeld eine Vielseitigkeitsprüfung der Klasse M, die in Anlehnung an eine CCI3*-Prüfung ausgeschrieben war. Als beste westfälische Teilnehmerin beendete Ann-Catrin Bierlein vom RFV Warendorf mit Sir Scotty die Prüfung als Zehnte der Gesamtwertung. Jana Lehmkuhl wurde mit Huckleberry Finn Zwölfte und belegte mit Chiara d’Amour Platz 15.

Voltigieren: Gold und Bronze für das Westfalenteam

Paula Waskowiak hat die Goldmedaille in Damenwertung der Junioren gewonnen. Die Bundeskader-Athletin vom Voltigierverein Volmerdingsen war mit Voltigierpferd Djaibolo und Longenführerin Tabea Struck in den Wettkampfzirkel eingelaufen. Sie beendete die Prüfung mit einem Gesamtergebnis von 7,985 und siegte vor Lily Warren (Weser-Ems) und Laura Seemüller (Bayern). In der Junior-Konkurrenz der Herren gewann Ben Lechtenberg vom RFZV „St. Hubertus“ Herne / Bochum-Gerthe die Bronzemedaille. Er war in Warendorf ausnahmsweise auf Rubin Fiorelle am Start, der von Gesa Bührig vorgestellt wurde. 7,071 lautete das Gesamtergebnis.

 

Auf dem Foto strahlt Linn Schlütter, die in der Pony-Vielseitigkeit die Goldmedaille gewonnen hat.

Bild: Imke Schlütter

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