Westfälische Meisterschaften 2026: Junioren & Junge Reiter
Olfen (PV). Der letzte Tag der Westfälischen Jugendmeisterschaften beim ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen-Waltrop stand im Zeichen der Finalprüfungen. In der Dressur lockten die Küren zur Musik an das Viereck, im Springen standen Prüfungen mit zwei Umläufen auf dem Programm. Das sportlich anspruchsvolle Programm bescherte den Zuschauern spannende Momente, bis schließlich alle Medaillenentscheidungen gefallen waren.
Dressur-Junioren: Katharina Haverkamp ist Westfalenmeisterin
Mit ihrer Oldenburger Stute Feel Festival setzte sich Katharina Haverkamp (TG Silverthof) bereits in der ersten Wertungsprüfung an die Spitze des Teilnehmerfeldes (72,523 Prozent) und sicherte sich am Folgetag ebenfalls den Sieg in der zweiten Wertung (72,807). Lediglich in der finalen Kür musste das Paar (73,792) die spätere Vizemeisterin Lynn Sophie Soddemann (ZRFV Coesfeld/Lette) mit Floresco Sil (73,875) knapp an sich vorbeiziehen lassen. Den Titelgewinn von Katharina Haverkamp konnte das allerdings nicht mehr gefährden. Über die Bronzemedaille freute sich Vereinskollegin Marielen Theresa Osterhoff, die mit Davina OLD unterwegs war.
Dressur-Junge Reiter: Meisterschärpe für Lotte Beckmann
Mit einem unangefochtenem Start-Siel-Sieg sicherten sich Lotte Beckmann und ihr Belgier Devito van de Kempenhoeve den Titel bei den Jungen Reitern. Das Paar von der Turniergemeinschaft Silverthof dominierte den Wettkampf in der U21-Altersklasse und setzte sich in allen drei Teilprüfungen mit Abstand an Spitze der Konkurrenz. Im Endergebnis summierten sich die Prozentwerte auf 213,48. Auf dem Silberrang folgte Lara Middelberg. Im Sattel von Fabio sammelte die Junge Reiterin vom ZRFV Lienen insgesamt eine Prozentsumme von 205,47. Der dritten Podestplatz ging an Sophia Maria Günther vom RFV Milte-Sassenberg mit Feline (203,46).
Springen-Junioren: Justus Rotermund gewinnt den Titel
Justus Rotermund, der für den RV Albersloh startet, ließ es mit seinem niederländischen Warmblutwallach F One’s Son MM zunächst bedächtig angehen und rangierte nach dem anfänglichen Zeitspringen vorerst auf Platz 19. Spätestens in der zweiten Wertung machte das Paar mit der drittbesten Runde der Prüfung klar, dass es auch schnell und fehlerfrei unterwegs sein konnte und spielte diese Qualität auch im Finalspringen aus. Der Lohn war der Sieg in der letzten Wertung und der Gewinn der Westfalenmeisterschaft der Junioren. In einem knappen Rennen um die Silbermedaille behielten Finja Mayleen Neubauer vom RV Helleforth und Dakota die Nase vorn und verwiesen mit einem Endergebnis von 9,08 Sebastian Könemann (RV Rhede-Krommert) und seinen erfahrenen Cristobal auf den Bronzerang (9,27).
Springen-Junge Reiter: Zum Geburtstag gab es Gold für Lara Tönnissen
Schöner kann man sich das eigentlich nicht ausdenken: In ihrem letzten Jahr im Lager der Jungen Reiter gewann Lara Tönnissen die Westfalenmeisterschaft und machte sich damit an ihrem 21. Geburtstag selbst das vielleicht schönste Geburtstagsgeschenk. Mit ihren beiden Stuten Chloe W und Cisanganda hatte die spätere Meisterin gleich zwei Eisen im Feuer und machte von Beginn an deutlich, dass mit ihr zu rechnen ist. So gewann Lara Tönnissen die erste Wertung mit Chloe W und belegte Platz drei mit Cisanganda. Mit letzterer beendete sie die beiden weiteren Wertungsprüfungen ebenfalls als Siegerin. Daraus ergab sich ein absolut unangefochtener Titelgewinn für das Springsporttalent aus dem RFV Lüdinghausen. Der Kampf um die weiteren Medaillenplätze wurde zur Familienangelegenheit, den die Cousins Felix und Max Merschformann unter sich aus machten. Die Nase vorn hatte am Ende Felix Merschformann (RV Nottuln), der mit dem erst siebenjährigen Cazou mit makellosen Runden überzeugte und Westfälischer Vizemeister wurde. Max Merschformann (RV Osterwick) sicherte sich um Sattel von Igne de Felines die Bronzemedaille.

Westfälische Jugendmeisterschaften 2026: Junioren und Junge Reiter
