Springen: Gold für Hannes Huthwelker

Beim HGW-Bundesnachwuchschampionat der Junioren präsentierten sich Westfalens Junioren mit hervorragenden Runden. Belohnt wurde das mit dem Titel für Hannes Huthwelker und der Bronzemedaille für Frieda Heinrich. Marie Schlienkamp wurde Vierte der Gesamtwertung.

Neumünster (PV). Einen besseren Einstieg in die neue Saison konnte sich das Westfalenteam um Landestrainer Klaus Reinacher kaum wünschen. Schon in der Einlaufprüfung am Freitag hatten Westfalens Junioren mit Bestnoten auf sich aufmerksam gemacht und die Plätze eins bis vier belegt. Im Umlauf der Finalprüfung am Samstagabend hieß es dann zunächst, sich erneut in einer Stilspringprüfung Klasse M** zu präsentieren. Auf die vier wertnotenbesten Paare des 25-köpfigen Gesamtstarterfeldes wartete dann der zweite Umlauf mit Pferdewechsel.

Aus dem Westfalenteam gelang es in diesem Jahr gleich drei Paaren, in das Pferdewechsel-Finale einzuziehen. Als erste Starterin des Umlaufs legte Marie Schlienkamp vom RFV Albersloh die Messlatte ganz hoch. Mit ihrem Westfalenhengst Celino erhielt die Vorjahres-Vizechampionesse für ihre harmonische Runde die Höchstnote 9,0. Daran sollte nur noch ein Starter heranreichen und das war Hannes Hutwelker, der kurz danach mit seinem bewährten Quinn in Holstenhalle einritt und für seinen Ritt ebenfalls eine 9,0 erhielt. Frieda Heinrich vom RFV „von Nagel“ Herbern und ihre Westfalenstute Bee Gee komplettierte das Westfalentrio für den zweiten Umlauf (8,9).

Hier galt es für die vier Paare, erneut den unveränderten Parcours des ersten Umlaufs zu absolvieren, diesmal jedoch mit dem Tauschpferd eines anderen Finalisten. Eine kurze Vorbereitungszeit, in dem sich die neuen Paare unter Anleitung des Bundestrainers Eberhard Seemann miteinander vertraut machen durften, ging jedem Start voraus.

Erneut musste Marie Schlienkamp die Aufgabe als erste Starterin bewältigen. Sie startete mit Quinn, dem Pferd von Hannes Huthwelker. Die beiden verstanden sich gut, nur zum Ende des Parcours kam es zu einem kleinen Missverständnis, so das ein Hindernis im zweiten Anlauf bewältigt wurde. So musste das Paar Abzüge von der Grundnote 8,2 hinnehmen und erreichte im Gesamtergebnis glatte 16 Punkte. Für ihren guten und geschmeidigen Grundsitz erhielt Marie zuvor ein großes Lob der Richterjury.

Frieda Heinrich bestritt den zweiten Umlauf mit Can Jump, dem großen Holsteiner Fuchswallach von Mette Demmler. „Du hast uns superfeines Reiten gezeigt, ganz geschmeidig und leicht sah das aus“, lobte Kommentator und Richter Joachim Geilfus und verkündete die Grundnote 8,8. Da eine Stange gefallen war, gab es einen entsprechenden Abzug und als Gesamtergebnis bleiben 17,2 Punke. Das bedeutete zunächst die Führung – und eine Medaille war Frieda bereits sicher.

Als dritte Starterin ritt Mette Demmler in den Parcours. Die Reiterin aus dem Landesverband Hannover saß im Sattel von der Bee Gee, der Stute von Frieda Heinrich. Die beiden erhielten großen Applaus für die erste fehlerfreie Finalrunde, die mit der Note 8,6 bewertet wurde. Insgesamt ergab das 17,3 Punkte und damit war klar, dass Mette Demmler mindestens die Silbermedaille gewinnen würde.

Jetzt lag es ganz in der Hand von Hannes Huthwelker, der mit Marie Schlienkamps Celino antrat. Dem 15-jähringen amtierenden Westfalenmeister der Junioren und Celino gelang eine sehr harmonische und fehlerfreie Runde. „Das ist dein Applaus – und der ist völlig berechtigt“, gab der Kommentar dem jubelnden Publikum recht. „Du hast das einfach super gemacht und deswegen verdienst du den Titel „Bundesnachwuchschampion 2026.“ Als Note für den Ritt vergab die Jury erneut eine 9,0 und so kamen 18 Punkte als Endergebnis zusammen. Das war der Sieg vor Mette Demmler und Frieda Heinrich. Marie Schlienkamp wurde Vierte.

Über einen Sonderehrenpreis freute sich Sebastian Könemann. Der Junior vom RV Rhede-Krommert war in Neumünster mit Christobal an den Start gegangen. Für ihre harmonischen Runden hatten die beiden in der Einlaufprüfung und im ersten Umlauf des Finales jeweils die Note 8,5 erhalten. Der inzwischen 18-jährige Westfalenwallach, der bereits seine frühere Reiterin Antonia Locker sehr erfolgreich durch die Junioren- und Junge Reiter-Zeit begleitet hatte, zeigte sich ausgesprochen fit, gesund und gelassen. Dafür wurde er besonders gewürdigt und mit einem Sonderehrenpreis der Firma Effol ausgezeichnet.

Bei der feierlichen Meisterehrung unterstrich Bundesjugendwartin Heidi van Thiel die herausragende Bedeutung des Bundes-Nachwuchschampionats, das einen festen Platz in der verbandlichen Talentförderung hat und dankte Gerhard Schäfers, Vorstandsmitglied der Horst-Gebers-Stiftung, für das großartige Engagement und die Unterstützung.

Schon heute steht fest, dass die wichtige Nachwuchsprüfung auch im kommenden Jahr 2027 wieder im Rahmen der VR-Classics in Neumünster ausgetragen wird.

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Bundes-Nachwuchschampionat 2026: Gold für Hannes Huthwelker

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