PV-Turnier: Neue Möglichkeit der Mannschaftsbildung

Vom 25. bis 27. September richtet der Reit- und Fahrverein „St. Hubertus“ Ascheberg die diesjährige Auflage des Provinzial-Turniers aus, das 2026 in seiner U21-Variante mit dem Wettkampf um die PV-Jugendstandarte stattfindet. Die Ausschreibung beinhaltet neue Möglichkeiten der Mannschaftsbildung.

Ascheberg (PV). Mit dem Provinzial-Turnier hat es eine besondere Bewandtnis, denn der traditionelle Mannschaftswettkampf unterstreicht den herausragenden Stellenwert der Mannschaftsreiterei in Westfalen und symbolisiert gleichzeitig den Gründungsmoment des westfälischen Verbandes im Jahr 1924, als die ländlichen Reitvereine erstmals ihre Meister gekrönt haben. Die lange Tradition darf aber nicht mit Stillstand verwechselt werden. Im Laufe der Jahrzehnte sind die Anforderungen und Regeln regelmäßig hinterfragt und den Bedürfnissen angepasst worden. Auch im Jahr 2026 enthält die Ausschreibung einige Veränderungen. Sie zielen darauf ab, die Teilnahme für Vereine weiter zu vereinfachen und Teams zu motivieren. Erarbeitet wurden die neuen Ideen in der Runde der Mannschaftsführer im Zusammenwirken mit den diesjährigen Gastgebern vom RFV „St. Hubertus“ Ascheberg und mit dem Pferdesportverband Westfalen.  

Vereinsmannschaften, Kreismannschaften und Mixed Teams

Dass neben reinen Vereinsmannschaften auch Mannschaften aus verschiedenen Vereinen eines Stadt-, Kreis- oder Bezirksreiterverbandes gebildet werden können, ist schon seit einigen Jahren gelebte und erfolgreiche Praxis beim PV-Turnier. In diesem Jahr wird diese Regel nochmals erweitert. So können sich nun auch Mannschaften aus bis zu zwei Vereinen zusammenschließen, auch wenn diese in unterschiedlichen Kreisverbänden zu Hause sind. Das ermöglicht und vereinfacht beispielsweise solchen Vereinen die Teilnahme, in denen sich eine gewissen Spezialisierung auf eine oder zwei Disziplinen herausgebildet hat. Sie können sich nun gezielt auch die Suche nach einem Partnerverein machen, der möglicherweise das passgenaue gegenteilige Profil hat.

Gleichzeitig wurden die Anforderungen der Teilprüfung Gelände angepasst. Verlangt wird ein Stilgeländeritt Klasse A* mit Stilwertung. Daran müssen je Mannschaft mindestens zwei Paare teilnehmen, bis zu vier dürfen es sein.

Die Teilprüfungen im Wettkampf um die Jugend-Provinzialstandarte im Überblick

Prüfung

Anforderungen

Reiter je Team

Dressurprüfung Klasse A** (Hinweis)

Aufgabe A11, mannschaftsweise

mindestens drei, maximal vier

Dressurprüfung Klasse A*

Kür, vier bis fünf Minuten zur Musik

vier

Geländeritt Klasse A*

Geländeritt mit Stilwertung

mindestens zwei, maximal vier

Springprüfung Klasse A**

Springprüfung Kl. A*, 100 cm

Mindestens drei, maximal vier

Hinweis: Im Rahmen der Dressurprüfung Klasse A ** wird zusätzlich eine Note für den Gesamteindruck vergeben.

Der gastgebende RFV „St. Hubertus“ Ascheberg

Der Reit- und Fahrverein „St. Hubertus“ Ascheberg hat seine Heimat in der Gemeinde Ascheberg im Kreis Coesfeld. Das darf man wörtlich nehmen, denn die vereinseigene Sportstätte mit ihren zwei Reithallen (20x60, 20x40), einer Longierhalle, einem Außen-Dressurviereck (20x40), einem Außen-Springplatz (60x45) und einem Turnierplatz (90x75) liegt tatsächlich inmitten der bebauten Ortschaft.

2025 feierte der Reit- und Fahrverein „St. Hubertus“ Ascheberg sein 100-jähriges Jubiläum mit einer großen, gut besuchten Jubiläumsveranstaltung und blickte dabei auf seine erfolgreiche Geschichte zurück. Für die Zukunft hat sich der aktuell zehnköpfige Vorstand um den ersten Vorsitzenden Martin Fallenberg einiges vorgenommen. Dazu gehört es vor allen Dingen, auch weiterhin einen sportlich-fairen Umgang mit dem Partner Pferd und ebenso untereinander zu pflegen. „Gemeinschaft wird bei uns großgeschrieben, denn wir wissen, dass wir zusammen vieles erreichen können“, fasst der zweite Vorsitzende Georg Freisfeld zusammen, was besonders jugendlichen Mitgliedern im Rahmen einer spontanen Umfrage in den Sinn gekommen war. „Wir probieren gern neue Ideen aus, packen Herausforderungen positiv an und entwickeln unseren Verein stetig weiter“, erläutert das motivierte Vorstandsmitglied das gelebte Vereinsleitbild und stellt besonders die Nachwuchsförderung heraus, bei der auch die vereinseigenen Schulpferde ihren festen Platz haben. Ein besonderes Steckenpferd ist die Mannschaftsreiterei. In ihr sehen die Ascheberger nicht nur den freundschaftlichen Wettkampf, vielmehr gilt sie auch als fester Bestandteil der Basisausbildung. „Wenn daraus international erfolgreiche Paare erwachsen und diese dann trotzdem weiterhin für unsere Mannschaften antreten, zeigt das auch die Verbundenheit mit unserem Verein“, freut sich Georg Freisfeld mit Blick auf beispielsweise Sina und Lea Brügger und deren herausragenden Erfolgen im Pony-Vielseitigkeitssport.

Teilnehmende Teams und deren Unterstützer und Schlachtenbummler dürfen sich auf spannenden und vielseitigen Jugendsport freuen. Zu den besonderen Höhepunkten gehört die Mannschaftskür zur Musik, die traditionell am Freitagabend unter Flutlicht stattfindet. Der Samstagnachmittag steht im Zeichen der Geländeritte, die auf der Vereinsanlage und im unmittelbaren Umfeld stattfinden. Gänsehautmomente schenkt stets der große Aufmarsch der Mannschaften am Sonntagnachmittag, wenn feststeht, wer die Provinzial-Jugendstandarte gewonnen hat. Der Eintritt ist an allen Wettkampftagen frei, Zuschauer sind herzlich willkommen.

Möglichkeiten für Vereine und Mixed-Mannschaften

  • Wettkampf um die PV-Jugendstandarte (Klasse A)
  • Westfälische Pony-Mannschaftsmeisterschaft (Klasse A)
  • Westfälische Vereinsmeisterschaft Dressur (Klasse L)
  • Westfälische Vereinsmeisterschaft
  • Springen (Klasse L)

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