DJM Voltigieren: Lene Froböse gewinnt U21-Titel
Lamspringe (PV). Ein sehr junges Team mit mehreren Newcomern vertrat den Landesverband Westfalen in diesem Jahr bei der Deutschen Juniormeisterschaft in Lamspringe. Begleitet wurden die westfälischen Athletinnen und Athleten von dem Mannschaftsführer- und Trainertandem Rainer Hilbt und Adele Schröder.
Einzelvoltigieren U21: Lene Froböse ist Deutsche Meisterin
Nach einem spannenden Kop-an-Kopf-Rennen sicherte sich Lene Froböse vom VV Volmerdingsen ihren ersten Titel bei einer nationalen Meisterschaft. Sie voltigierte auf Djaibolo und wurde von Longenführerin Tabea Struck vorgestellt. Die Ostwestfälin aus Minden hatte zu Beginn die Pflicht mit der Note 7.943 gewonnen und sich damit einen komfortablen Vorsprung vor den Mitkonkurrentinnen erarbeitet. Für das anschließende Technikprogramm gab es die zweitbeste Note des Starterfeldes (7.636), die finale Kür wurde mit der Note 7.968 bewertet. Das ergab in der Gesamtwertung die Note 7.860 und das bedeutete Gold in der Meisterschaft. Silber ging an Lisa Marie Wagner aus Sachsen (7.805), Bronze an Luisa Rossitsch aus Rheinland-Pfalz (7.749).
Einzelvoltigieren U18: Romy Könning wird bei ihrer Meisterschaftspremiere Fünfte
2024 hatte sie die Westfälische Juniortrophy, einen Talentförderwettbewerb im WBO-Bereich gewonnen – nur zwei Jahre später beendete Romy Könning ihre erste Deutsche Jugendmeisterschaft auf Anhieb als Fünfte und als beste Voltigiererin ihrer Altersklasse aus dem Team des Landesverbandes Westfalen. Das gerade einmal zwölfjährige Voltigiertalent aus dem Westmünsterland hatte bereits im Mai beim Warendorfer „Preis der Besten“ auf sich aufmerksam gemacht, als sie dort den „Preis der Zukunft“ gewann. In Lamspringe lief sie erneut mit Kerstin Bock und Adrenalin A in den Wettkampfzirkel. Ihre Endnote: 7.650. Für diese Leistung erhielt sie im Rahmen der Siegerehrung einen Sonderehrenpreis als beste Newcomerin, der vom Voltigierzirkel vergeben wurde. Auf dem achten Platz und mit der Gesamtnote 7.31 beendete Frauke Wolter auf Double Inn an der Longe von Antje Döhnert die Meisterschaft. Den letzten Finalplatz in der Gruppe der besten 50 Prozent der ersten Wertungsprüfungen hatte sich Romy Bauer gesichert, die mit Longenführerin Iris Berthold und Voltigierpferd Elfur die Endnote 6.879 erhielt.
Auch im Einzelvoltigieren der U18-Herren machte ein noch sehr junges Nachwuchstalent aus Westfalen auf sich aufmerksam. Der ebenfalls erst zwölfjährige Lennart Lier aus der Talentschmiede des RZFV „St. Hubertus“ Herne belegte den sechsten Platz in seiner ersten Einzelmeisterschaft. Der Dortmunder voltigierte auf Little Jo an der Longe von Stefan Lotzmann. Seine Endnote: 6.609.
Doppelvoltigieren
In der Deutschen Meisterschaft der Doppelvoltigierer ging das Duo Hannah Gamann und Charlotte Pintscher für den Pferdesportverband Westfalen an den Start. Das amtierende Westfalenmeister-Doppel bestritt den Wettkampf auf dem Handorfer Voltigierpferd Con Chello G und wurde von Kerstin Bock vorgestellt. Sie beendeten die Deutsche Jugendmeisterschaft auf dem siebten Platz.
Juniorteams
Bei den U18-Gruppenvoltigierern vertrat (nach einem verletzungsbedingten Ausfall des Juniorteams aus Brakel) einzig die Mannschaft von RFV Wehdem-Oppendorf die westfälischen Farben. In dem Team um Trainerin und Longenführerin Antje Döhnert voltigierten Frauke Wolter, Lana Döhnert, Romy Bauer, Lia Niemann, Bele Lange und Hannah Luise Hafer. Das Team startete auf Double Inn und hatte zu Beginn mit der Pflichtnote 6.446 zunächst den fünften Platz erobert. In der ersten Kür mussten die Ostwestfalen dann das Juniorteam Ostseeküste an sich vorbeiziehen lassen. Das bedeutete im Zwischenranking Platz sechs und den sicheren Einzug in das Finale, wo das Team aus dem Mühlenkreis erneut Platz sechs belegt und die Meisterschaft auch im Gesamtranking als Sechste beendete (7.133).
Ein sehr positives Fazit zog Mannschaftsführer Rainer Hilbt: „Ich freue mich natürlich ganz besonders über den Titelgewinn für Lene Froböse, aber auch über die sehr guten Leistungen unserer ganz jungen Nachwuchstalente, die hier mit teils erst zwölf, dreizehn Jahren auf sich aufmerksam gemacht haben. Unser Talentfördersystem, das voltigierbegeisterte Kinder schon sehr früh unterstützt und mit der Juniortrophy bereits im WBO-Bereich abholt und an das spätere Stützpunkttraining heranführt, trägt Früchte und macht Hoffnungen für die Zukunft.“

DJM Voltigieren 2026: Gold für Lene Froböse
