News vom: 15.07.2010

Westfalen-Woche: Die besten Fahrpferde treffen sich in Münster

Samstag, der 24. Juli, steht im Zeichen des Fahrsports.

Fahrsport ist Teamwork.
(Toffi)
Münster (PV). Die Westfalen-Woche in Münster haben sich nicht nur die Reiter, Züchter und Voltigierer  ganz dick im Kalender angestrichen, sondern auch die Fahrer. Auf Hochglanz polierte  Kutschen, majestätische Pferde und im Sinne der Tradition gekleidete Fahrer bringen Farbe und  Flair auf das Gelände.  Zwar geht  es bei den Fahrprüfungen um Einzeltitel, tatsächlich ist der  Fahrsport  aber immer eine Mannschaftsleistung.  Um ein Gespann bereit zu machen, müssen stets mehrere Leute mit anpacken. Da ist Teamwork gefragt.  Auf einem eigens dafür angelegten Platz, etwas abseits vom Hauptgeschehen, findet am Samstag, 24. Juli,  ab zwölf  Uhr eine Gebrauchsprüfung für Fahrpferde statt. Vier Gespanne gehen an den Start.  Ähnlich wie bei den Reitpferdeprüfungen  wird hier noch nicht die perfekte Ausführung von den Pferden erwartet, sondern nur die Veranlagung bewertet. Für die jungen Pferde ist es eine gute Gelegenheit, die Turnieratmosphäre kennen zu lernen. Die Distanz zwischen Fahrer und Pferd  macht es unerlässlich, dass zwischen den Partnern ein besonders vertrauensvolles Verhältnis besteht. Dieses Zutrauen  wird durch die vielen Ablenkungen auf einem Turnierplatz oftmals auf eine harte Probe gestellt. Wer hier die Nerven behält – und das gilt für Mensch und  Tier gleichermaßen -  hat das Zeug zum Turniersieger.

Der Landestrainer ist gespannt

Gespannt auf die jungen Fahrpferde bei der Westfalen-Woche ist vor allem auch  Landestrainer  Ludger Schmeing aus Wettringen.  „Auch wenn hier sehr gute Fahrer an den Start gehen, von denen sicher einige das Zeug zu Kader-Fahrern haben, ist das an diesem Wochenende für mich nicht ganz so wichtig“, sagt der Fahrexperte, der sein Augenmerk auf die Pferde richten will. „Die Atmosphäre ist einzigartig, um zu testen, wie gut die jungen Fahrpferde wirklich sind. Wie  sie mit den Ablenkungen von außen klar kommen“, erklärt er weiter. Er freut sich, dass die Fahrer in das Geschehen rund ums Pferd in Westfalen eingebunden sind. „Hier auf der Westfalen- Woche zeigt sich alles, was mit Pferden  zu tun hat. Da gehören wir Fahrer natürlich mit dazu.“   

Neben den Prüfungen gibt es in Handorf  noch eine Fortbildung für Richter im Fahrsport. Gemeinsam schauen sich  die Jungrichter  einzelne Fahrten an  und beurteilen sie. Im Anschluss werden die Ergebnisse mit denen der Experten verglichen und diskutiert.

 Vize-Weltmeister ist am Start

Ebenfalls am Samstagnachmittag findet eine  Eignungsprüfung für Fahrpferde statt.   Zusätzlich zu  einer Dressuraufgabe  bewältigen die jungen Fahrpferde hier noch einen kleinen Hindernissparcour.   Dabei müssen die Fahrer ihre Gespanne  zwischen Pylonen hindurch lenken.  Wird eine der Pylonen berührt und der darauf liegende Ball fällt herunter, gilt das als Fehler, und es  werden Punkte von der Dressurnote abgezogen. Zehn Starterpaare haben sich angemeldet - darunter  der amtierende Vizeweltmeister der Pony-Einspänner, Franz Josef Lehmkuhl vom RV Emsdetten mit einem jungen Nachwuchshengst. Ihm Konkurrenz macht  Landgestütsfahrer und mehrfache Bundeschampionats-Gewinner Christian Koller vom RFV Milte-Sassenberg mit zwei Pferden. Diese Prüfung ist gleichzeitig Qualifikationsprüfung zum Bundeschampionat für Fahrpferde und zum Moritzburger-Fahrchampionat für Fahrponys.  

Weitere Infos im Internet unter: www.westfalenwoche.de



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