Da mit Peter Borggreve (RV Milte-Sassenberg) in der zweiten Wertungsprüfung nur noch ein Mann mit von der Partie war, wurde die Meisterschaft diesmal nicht getrennt nach Männern und Frauen gewertet. Borggreve, der im vergangenen Jahr den Titel bei den Männern gewonnen hatte, landete mit Laureus NRW auf dem vierten Platz.
Überglücklich, ihren Lamarc wieder in gewohnt guter Form vorstellen zu können, war Sabine Becker. Immerhin saß die 43-jährige erst seit sechs Wochen wieder in seinem Sattel, nachdem sich der Braune bei einem Unfall in der Schmiede so schwer verletzt hatte, dass er ein halbes Jahr pausieren musste. Die Pferdewirtin von der RG Ober-Castrop hatte sich schon immer gewünscht, einmal Grand Prix zu reiten. Als sie mit dem damals vierjährigen Zweidrittelblüter Lamarc ein vielversprechendes Pferd bekam, trainierte sie fleißig, ritt nur wenige Turniere und platzierte Lamarc achtjährig gleich in seinem ersten Grand Prix. So richtig aufwärts ging es aber erst, nachdem Sabine Becker damit begann, bei Jonny Hilberath zu trainieren. „2009 habe ich dann Stuttgart, Frankfurt und den Weltcup mit geritten, in Dortmund und Bremen gewonnen – da war ich selbst erschlagen von diesem Erfolg“, lacht die sympathische Reiterin. Nach dem Triumph in Steinhagen ist nun die Deutsche Meisterschaft ihr nächstes großes Ziel.