News vom: 11.02.2010

Investition in die Zukunft

Erste Ergebnisse aus Westfalen

Ein wichtiges Thema für die Zukunft des Pferdesports: Schulpferde und -ponys.
(Toffi)
Nach Jahrzehnten des Wachstums verbuchte der organisierte Pferdesport in Deutschland 2004 erstmals ein Minus. Seitdem verließen rund 15.000 Menschen die Reit- und Fahrvereine. Diese Entwicklung wollen die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und ihre Landespferdesportverbände bremsen und möglichst umkehren. Dazu ist im Frühjahr 2010 die Initiative „Vorreiter Deutschland – Initiative zur Förderung des Reitens in Verein und Betrieb“ gestartet, die 2009 als Projekt unter dem Arbeitstitel „Investition in die Zukunft“ entwickelt worden war.

Eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Pferdesports kommt den Pferdesportvereinen und Pferdebetrieben sowie den Ausbildern zu. Daher konzentriert sich die auf vier Jahre angelegte Initiative auf diese Zielgruppen. In der ersten Phase geht es vor allem darum, Vereine, Betriebe und Ausbilder über die aktuelle Situation und die Aufgaben der Zukunft zu informieren und Lösungen aufzuzeigen. In Westfalen fanden dazu vier Regionalkonferenzen statt (Bericht darüber im Kasten unten).  

Dass die Regionalkonferenzen bereits etwas bewirken konnten, zeigte sich bei der Ausschusssitzung des Pferdesportverbandes im März in Siegen. So berichtete Dieter Scheermann, Vorsitzender des Kreisreiterverbandes Recklinghausen, dass dort ein Pilotprojekt Reiten als Schulsportwettbewerb geplant sei. Damit soll versucht werden, den Auswirkungen der Ganztagsschule auf der sportlichen Ebene zu begegnen.  Günter Voss, Vorsitzender des KRV Coesfeld, setzt sich dafür ein, die Zukunftsdiskussion mit den Vereinen an der Basis fortzusetzen. Das soll den Vereinen dabei helfen, ihre Ausgangslage in den Blick zu nehmen und spezielle Probleme strategisch anzugehen. Theo Arndt, Vorsitzender des KRV Soest, richtete das Augenmerk auf die Schwierigkeiten, Ehrenamtler zu finden und zu schulen. Angebote in diese Richtung sollen unbedingt ausgebaut werden. Hans-Georg Zurhausen, Chef im KRV Borken, ermunterte die Delegierten dazu, sich intensiver mit den schon vorhandenen kommunalen Fördermitteln zu befassen. Informationen dazu gibt es zum Beispiel bei den Stadt- und Kreissportbünden und den Kommunalverwaltungen. Martina Freifrau von Weichs, Vorsitzende des Zucht-, Reit- und Fahrverbandes Sauerland, plant Treffen der Vereinsvorsitzenden in Südwestfalen und kann sich dabei sehr gut eine Kooperation mit dem benachbarten Bezirksverband Siegen vorstellen, um gemeinsam Probleme und Herausforderungen zu besprechen. Großen Beifall erhielt der Vorschlag von Jugendwartin Christa Middendorf (Saerbeck), bei diesen regionalen Treffen unbedingt auch die Jugendvertreter der Vereine und Kreisverbände mit einzubinden. „Regional weitermachen! – das ist die Devise der Kreisreiterverbände für die Zukunft“, fasste Brigitte Hein die rege Diskussion am Ende zusammen. An verschiedensten Orten in Westfalen sollen bald Themenabende und vertiefende Konferenzen stattfinden. Somit kann die Unterschiedlichkeit der einzelnen Regionen voll berücksichtigt werden.

Wie geht es weiter?

In der zweiten Phase der Initiative steht die Mitglieder- und Kundengewinnung im Vordergrund. Den Vereinen und Betrieben werden Kommunikationsmittel wie Werbeflyer oder Pressetext-Muster zur Werbung angeboten. Zentrale Kommunikationsplattform des Projektes ist das Internetportal www.vorreiter-deutschland.de, aber selbstverständlich informiert der Pferdesportverband Westfalen seine Mitglieder auch immer aktuell auf seiner eigenen Internetseite. Die Zeitschrift „Reiter und Pferde in Westfalen“ begleitet die Initiative  mit unterschiedlichen Schwerpunktbeiträgen.

Seminare für Vereine und Betriebe

Zudem bietet der „PV“ in diesem Jahr ein noch breiteres Angebot an Seminaren, die sich speziell an Vereine und Betriebe wenden. So finden zum Beispiel am 27. April in Warendorf und am 19. Mai in Kamen unter dem Motto „Forum Schulpferd“ zwei Seminare statt, die sich mit moderner Schulpferdehaltung und dem Marketing von Reitschulen befassen. Probleme und Chancen, die durch die Ganztagsschule entstehen, werden am 24. Juni bei einem Seminar in Kamen diskutiert. Und wie man Mitglieder fürs Ehrenamt gewinnt, erfahren die Teilnehmer eines entsprechenden Seminars am 31. Mai in Bielefeld.  (Nähere Infos im Schulungsprogramm, siehe unter „Downloads“).

Ausbildertagung

Die westfälischen Ausbilder hatten sich schon im Oktober 2009 zu einer großen Tagung in Münster zusammengefunden und über die Zukunft des Pferdesports gesprochen. Über 20 von ihnen hatten sich in eine Liste eingetragen, um weiter gemeinsam an fortschrittlichen Ideen zu arbeiten. Das erste Treffen dieser Gruppe ist im Frühjahr geplant, erste Ergebnisse wird es bei der nächsten westfälischen Ausbildertagung im Herbst geben.

Über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten der Initiative Vorreiter informiert ein regelmäßiger E-Mail-Newsletter, den jeder bei der FN anfordern kann. Ansprechpartner dort sind die FN-Projektleiter Thomas Ungruhe, Leiter Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe, Tel. 02581/6362-527, E-Mail tungruhe@fn-dokr.de, und Maria Schierhölter-Otte, Leiterin Abteilung Jugend, Tel. 02581/6362-135, E-Mail mschierhoelter@fn-dokr.de. Weitere Informationen: www.vorreiter-deutschland.de

Die Ergebnisse der Regionalkonferenzen

Zwar ist der Pferdesportverband Westfalen mit 110.357 Mitgliedern nach wie vor der größte Landesverband in Deutschland, doch zeigen die Zahlen, dass die Vereine in Westfalen langsam aber stetig kleiner werden. In der Zeit von 2005 bis 2009 verlor der PV fast 5000 Mitglieder. Gut ein Drittel der Mitglieder in den Vereinen sind Kinder und Jugendliche. Ihre Zahl ist  - im Moment noch – relativ stabil.  Den größten Rückgang in den Vereinen gab es bei den männlichen Pferdesportlern über 27 Jahren. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe in Westfalen ist seit dem Jahr 2000 um 77 gestiegen. Die meisten Betriebe haben bis zu 50 Kunden. Der Anteil von Jungen und Männern ist hier allerdings noch kleiner als in den Vereinen.

Bei den Angeboten der Betriebe und Vereine liegen Unterricht in Dressur und Springen in der Poleposition. Ausritte, Wander- und Westernreiten werden deutlich weniger angeboten als im Bundesdurchschnitt. Doch dafür hält Westfalen ein großes Angebot an Voltigierstunden, an Therapeutischem Reiten und am Gesundheitssport bereit.

Wartelisten für Reitstunden

Eine besondere Bedeutung beim Projekt „Investition in die Zukunft“ kommt den Schulpferden und Ausbildern zu. In Westfalen haben mehr Vereine Schulpferde als im Bundesdurchschnitt, bei den Betrieben ist es genau andersherum. Was viele der Konferenzteilnehmer erstaunte: In Westfalen müssen Anfänger durchschnittlich vier Monate auf ihre erste Reitstunde warten. Tatsächlich liegt der prozentuale Anteil von Vereinen und Betrieben mit Wartelisten deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

In den westfälischen Vereinen und Betrieben gibt es deutlich mehr Ausbilder als im  Bundesdurchschnitt – besonders bei den Vereinen. Allerdings sagt die blanke Anzahl noch nichts über die Qualität aus. Unterricht auf Schulpferden wird häufig durch Amateurlehrkräfte erteilt. Kritisch: Der Anteil der Ausbilder ohne eine Lizenz-Qualifikation ist hoch und liegt - statistisch gesehen - in westfälischen Vereinen bei fast einem Viertel. Der Preis für eine Reitstunde bewegt sich zwischen zehn und 14 Euro.

Besonders gespannt verfolgten die Konferenzteilnehmer den Part über die Probleme der Vereine und Betriebe. Dabei hatte der Sportentwicklungsbericht ergeben, dass im Verein die „Gewinnung und Bindung von ehrenamtlichen Funktionsträgern“ als Problem Nr. 1 erkannt wird. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bindung junger Leistungssportler und die zeitlichen Auswirkungen der Ganztagesschule. Fast ein Viertel der Vereine hatte mindestens eines von 19 aufgelisteten Problemen als existenzbedrohend eingestuft. Zu den existenzbedrohlichen Problemen zählten auch der „Sanierungsstau“ und die „Finanzlage“.

Problem Ganztagesschule

Bei den Betrieben führt die Ganztagesschule das Problemranking mit großem Abstand an. Sie wird in vielen Fällen sogar als existenzbedrohend eingestuft - in manchen Regionen von 25 und mehr Prozent der Betriebe. Kein Wunder, dass sich um dieses Thema eine angeregte Diskussion entspann. Während es bereits viele gut funktionierende Kooperationen zwischen Pferdesport und Ganztagsschulen und Kindergärten gibt, führten solche Zusammenkünfte in manchen Betrieben und Vereinen auch zu Problemen. Fazit: Eine Kooperation alleine bringt noch keine Glückseligkeit. Die veränderte Lebens- und Freizeitwelt der Kinder stellt die westfälische Reiterei vor massive Herausforderungen. Das macht sich auch in der Verbands-Talentförderung bemerkbar, denn ein Stützpunkttraining zu den üblichen Zeiten am Nachmittag funktioniert heute schon nicht mehr.

Viele der Probleme waren den Konferenzteilnehmern durch eigene Erfahrungen bereits bewusst. In den Diskussionen wurden jedoch schon einige gute Ideen gesammelt, die Hoffnung auf die Zukunft machten.


Die Zukunft des Pferdesports

Kein Zweifel: Ohne Schulpferde und Schulbetriebe könnten wir die Zukunft des Pferdesports vergessen. Niemand kauft sich erst ein Pferd und lernt dann das Reiten. Damit immer wieder neue Menschen die Möglichkeit haben, den Reitverein oder -betrieb als stressfreie Zone zu genießen, das Pferd als Kulturgut zu erleben und als Gesundheits- und Fitnesspartner zu entdecken, sind gute und ausreichend viele Schulpferde gefragt.

Dass Schulpferde schon längst ein besseres Image im Pferdesport verdient hätten, erfuhren die Teilnehmer eines  PV-Seminars Ende April auf dem Hof von Ludger Schulze Niehus in Warendorf.  Obwohl Schulpferde einen qualitativ hochwertigen Dienst leisten, sind sie oft erheblich schlechter untergebracht, als die Pensionspferde. „Machen Sie keinen Unterschied zwischen Lehr- und Pensionspferd wenn es um die Box, um Fütterung und Pflege geht“, appellierte Schulze Niehus an die Seminarteilnehmer. Auch die „Freizeitgestaltung“ der Pferde und die tägliche

Pflege durch die Reitschüler tragen erheblich dazu bei, dass die Schulpferde lange Zeit fit und gesund bleiben. 

Wer sich selbst noch an seine Anfänge im Pferdesport erinnert, wird dem Satz "Der Reitunterricht beginnt im Stall" sicher zustimmen. Mit den Schulpferden lernte man nicht nur das Leichttraben, sondern auch das Putzen, Trensen, Satteln, das Aufhalftern und Führen – einfach alles rund ums Pferd. Trotzdem scheint die immense Bedeutung der Schulpferde heute in vielen Ställen gar nicht mehr wahrgenommen zu werden. Dies zu ändern, ist eines der Ziele für die Zukunft. Wie wäre es? Vielleicht stecken Sie in Ihrem Verein einmal die Köpfe zusammen und machen sich Gedanken über das Thema Schulpferde in Ihrem Verein?

Viele Infos rund um das Thema finden Sie auch auf der FN-Internetseite zum Projekt. www.vorreiter-deutschland.de

Zukunftsdiskussion im KRV Coesfeld

Was man künftig besser machen kann – nicht nur in Sachen Schulpferde – darüber zerbrachen sich kürzlich auch die Vereinsvertreter im Kreisreiterverband Coesfeld den Kopf. So hatte der Kreisvorsitzende Günter Voss schon in der Einladung zur jährlichen „Generalversammlung“ zur Diskussion aufgefordert. Unter dem Motto: Es geht um die Zukunft unserer Reitvereine!

PV-Geschäftsführerin Brigitte Hein stellte anhand von aktuellen Daten die Entwicklung der Situation im Kreisreiterverband Coesfeld vor – im Vergleich zur westfälischen und zur bundesweiten Entwicklung. In der anschließenden Debatte ging es immer wieder auch um das Thema Ehrenamt. Für viele Vereine stellt die Tatsache, dass sich immer weniger Menschen fürs Ehrenamt begeistern, bereits ein existenzbedrohendes Problem dar….

Was könnte helfen? Der Austausch guter Ideen und bewährter Konzepte? Auf jeden Fall. Doch darf man nicht glauben, dass damit Patentrezepte geliefert werden, warnten die Vereinsvorsitzenden. Es müssen immer individuell zugeschnittene Lösungen entwickelt werden, die zum jeweiligen Verein passen. Dazu ist sinnvoll, die vorhandenen Probleme im Kreis einmal ganz konkret unter die Lupe zu nehmen. Haben wirklich alle die gleichen Sorgen? Wo liegen die Unterschiede und wer hat schon Lösungen gefunden? In diese Richtung soll im Kreisverband Coesfeld eine Arbeitsgruppe die Diskussion fortsetzen. Sie wird im Herbst gegründet, wenn die die Hauptturniersaison abklingt, die bekanntlich einen Löwenanteil der wertvollen "Ressource Ehrenamt" für sich beansprucht.

Westfalen sucht DEN VEREIN

Der 1. Preis: ein professionelles Vereinsportrait

Vereine gehören zu den wichtigsten Säulen im westfälischen Pferdesport. 1835 wurde der erste Reiterverein Deutschlands gegründet – in Westfalen! Heute ist Westfalen mit 575 Vereinen und 110.399 Mitgliedern der größte pferdesportliche Landesverband in Deutschland. Vereine besitzen eine hohe Bindungskraft, viele Pferdefreunde schwören "ihrem" Verein lebenslange Treue. Soweit die guten Nachrichten. Nicht so rosarot sind die Aussichten auf die ehrenamtliche Arbeit im Verein.  Hier häufen sich die Hiobsbotschaften. So wird es immer schwieriger, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich um die Geschicke eines Vereins kümmern wollen. Rein statistisch ist schon heute die Zeit, die ein ehrenamtlich Engagierter sich pro Monat für seinen Verein stark macht, in Westfalen viel höher, als im bundesweiten Durchschnitt. (Sportentwicklungsbericht)

Grund genug, endlich all diejenigen, die mit einer großen Portion Herzblut den Motor des Pferdesports am Laufen halten, in den Mittelpunkt zu stellen.

Im Rahmen des Projektes "Investition in die Zukunft" ist das Thema "Ehrenamt" in diesem Jahr ab Sommer/Herbst ein besonderer Schwerpunkt. Die FN entwickelt eine Broschüre, die viele gute Beispiele zum Nachmachen vorstellt. Der PV wird einen Teil der Seminarangebote im zweiten Halbjahr 2010 auf das Thema Ehrenamt im Verein ausrichten.

In Westfalen möchten wir das Thema mit einem Wettbewerb einläuten, bei dem die Menschen, die den Verein tragen, ins Rampenlicht gerückt werden. Wir möchten es wissen: Was ist das Besondere in Ihrem Verein? Was zeichnet das WIR-Gefühl aus? Wo liegen Ihre persönlichen Stärken im wahrsten Sinn des Wortes? -  Als Gewinn lockt ein Vereinsfotoshooting mit dem bekannten Pferdefotografen Jacques Toffi. Er wird den Sieger-Verein besuchen und ein großes Fotoportrait des Vereins gestalten. Sie bekommen die schönsten Bilder von ihren Verein und sind gleichzeitig Topmodel für den Pferdesportverband, der die Bilder (natürlich nur mit Ihrem Einverständnis) für die Pressearbeit rund um die westfälische Vereinsarbeit nutzen möchte. Die schönsten Worte für den Siegerverein findet die PV-Pressesprecherin Susanne Müller, die das Portrait vervollständigen wird. Vielleicht finden Sie sich schon im Herbst mit Ihrem Verein hier in "Reiter und Pferde in Westfalen" wieder?

Bewerben Sie sich! Senden Sie eine kleine Beschreibung Ihrer Vereinsarbeit mit bis zu zehn Bildern von Ihrer Vereineinsanlage, Ihren Pferden und den Menschen, die alles zusammenhalten. Verraten Sie uns, warum Sie DER VEREIN sind und wer hinter dem WIR-Gefühl steckt....

Einsendeschluss ist der 1. Juli. Das Fotoshooting findet in der Zeit vom 20. bis 25. Juli (Westfalen-Woche) statt. Viel Erfolg!

Turnierpferde-Eintragung von Schulpferden wird bezuschußt

Der Einsatz von Schulpferden auf Turnieren wird jetzt finanziell belohnt. Die FN bezuschusst ab dem 1. Juli die Eintragung von im Vereinsbesitz befindlichen Schulpferden als Turnierpferde mit 50 Prozent. Zum anderen gibt es 50 Prozent Zuschuss für den Besitzwechsel eines Turnierpferdes, das aus Privatbesitz in Vereinsbesitz übergeht. Die Maßnahme ist Teil der Verbands-Initiative „Vorreiter Deutschland“, in deren Rahmen die FN und die Landespferdesportverbände auch die Schulpferdearbeit in Vereinen stärken wollen. Sie ist befristet und gilt bis einschließlich 2012.

Und so funktioniert das Ganze: Der Verein lässt das Schulpferd/die Schulpferde bei der FN auf den Verein eintragen oder beantragt den Besitzwechsel. Mit Rücksendung der Originalpapiere und der Rechnung erhält der Verein ein entsprechendes Antragsformular, mit dem er nach Bezahlung der Rechnung einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Gebühren beantragen kann. Konkret heißt das, die Eintragung in Liste 1 und Liste 2 (deutsche Pferde mit vollständigem oder nicht vollständigem Abstammungsnachweis) kostet je Pferd effektiv 29,50 Euro statt 59 Euro; die Eintragung in Liste 3 (ausländische Pferde oder Pferde ohne Abstammungsnachweis) kostet 74 statt 148 Euro. Muss noch ein Equidenpass erstellt werden kommen zwölf Euro je Pass hinzu.

Der Besitzwechsel kostet durch den Zuschuss 14 Euro statt 28 Euro. Die Anzahl der Eintragungs- und Besitzwechsel-Anträge pro Verein ist beliebig. „Mit dem Zuschuss wollen wir Vereinen erleichtern, Schulpferde gehobenen Standards auch in LPO-Prüfungen zu nennen,“ erklärt Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport, Vereine, Betriebe bei der FN.

Die Zuschussanträge sind an die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) Abteilung Breitensport/Vereine/Betriebe, Annette von Hartmann, 44229 Warendorf zu schicken. Annette von Hartmann erteilt auch Auskunft zu der Maßnahme: Tel. 02581/6362-282, E-Mail ahartmann@fn-dokr.de.



 

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