News vom: 09.02.2017

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft überreicht Sportplakette des Landes an Christa Middendorf

Erneute Auszeichnung für die ehemalige Vorsitzende der westfälischen Pferdesportjugend.


(© LSB NRW Foto: Andrea Bowinkelmann)
Hattingen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat zusammen mit Sportministerin Christina Kampmann und dem Präsidenten des Landessportbundes NRW, Walter Schneeloch, die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Im Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen erhielten elf  Bürger diese Auszeichnung – darunter auch Christa Middendorf aus Saerbeck.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sagte: „Wir zeichnen heute Männer und Frauen aus, die sich in herausragender Weise für den Sport einsetzen. Auch Dank ihnen ist Nordrhein-Westfalen Sportland Nummer eins in Deutschland. Ihre Geschichten sind es wert, erzählt zu werden. Denn mit solchen Vorbildern können wir gemeinsam noch mehr Menschen in unserem Land für Sport und das ehrenamtliche Engagement im Sport begeistern.“
Den Trägern der Sportplakette dankte die Ministerpräsidentin: „Sie setzen Ihre Zeit und Ihre Energie für ein gutes Miteinander in unserem Land ein. Machen Sie weiter Werbung für das Ehrenamt. Ihre Begeisterung und Leidenschaft für das Engagement im Sport wirken im besten Sinne ansteckend.“
 
Die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen gehört seit 1959 zu den bedeutendsten Auszeichnungen des sportlichen Ehrenamtes. Sie dient zur Anerkennung hervorragender sportlicher Leistungen sowie besonderer Verdienste um die ehrenamtliche Arbeit im Sport. In 58 Jahren hat es insgesamt rund 800 Trägerinnen und Träger der Plakette gegeben. Die Sportplakette darf pro Jahr höchstens an 20 Personen verliehen werden.
 
Im Sport engagieren sich in Nordrhein-Westfalen so viele Menschen ehrenamtlich wie in keinem anderen Bereich. In den rund 19.000 Sportvereinen sind rund 1,5 Millionen Frauen und Männer engagiert. Davon übernehmen rund 500.000 Menschen ein festes Amt in den Vereinen.
 
Die Bedeutung dieser vielen Ehrenamtlichen und die Bedeutung der Sportvereine stellte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heraus: „Im Breitensport ist das Ehrenamt besonders wichtig, aber auch viele Leistungen und Erfolge im Spitzensport sind nur möglich, weil es diese breite Basis gibt. Gerade in NRW können wir uns über herausragende Leistungen und Erfolge freuen: Sportlerinnen und Sportler aus NRW haben 2016 fast die Hälfte der deutschen Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen in Rio geholt! Bei den Paralympics ist fast jede zweite Sportlerin und jeder zweite Sportler aus NRW mit einer Medaille nach Hause gekommen.“
 
Moderator Rainer Wolf-Schatz hielt die folgende Laudatio auf Christa Middendorf:

Der Name Christa Middendorf steht für außerordentliches Engagement für die Jugend im Pferdesport. Für fast drei Jahrzehnte war Christa Middendorf im Reiterverband Münster als Jugendwartin tätig. Von 1979 bis 2004 war sie Jugendwartin und stellvertretende Vorsitzende im Pferdesportverband Westfalen. Zwölf Jahre war die Saerbeckerin Vorsitzende der Westfälischen Pferdesportjugend. Im Jahr 2016 gab sie ihr Amt in jüngere Hände.
Obwohl viele Mädchen und Frauen im Pferdesport aktiv sind, war Christa Middendorf oftmals die erste und dann einzige Frau in den verschiedenen Gremien. Sie brachte Jugendprojekte und Erneuerungsprozesse ans Laufen und zum Erfolg. Auf dem Platz und in der Halle begleitete sie jugendliche Sportlerinnen und Sportler bei überregionalen Wettkämpfen und Deutschen Meisterschaften. Als Mannschaftsführerin einiger Jugendmannschaften ist sie weiterhin aktiv.
Für ihr besonderes Engagement wurde sie 2012 mit der Ehrengabe der Deutschen Sportjugend ausgezeichnet. Der Pferdesportverband Westfalen verlieh ihr die Ehrennadel. 2016 bekam sie von der Reiterlichen Vereinigung das Deutsche Reiterkreuz in Silber.



(© LSB NRW Foto: Andrea Bowinkelmann)
 

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