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Versicherungen im Pferdesportverein

Der Sportversicherungsvertrag

Im Auftrag der Sportvereine in NRW stellt die 'Sporthilfe NRW' gemeinsam mit der "ARAG Versicherung' einen umfassenden Versicherungsvertrag bereit. Dieser versichert praktisch den gesamten Vereinsbetrieb. Konkret beinhaltet der Sportversicherungsvertrag folgende Versicherungen: 

  • Haftpflicht 
  • Unfall
  • Krankenversicherung 
  • Rechtschutz
  • Umwelt-Haftpflicht
  • Vermögensschaden
  • Reisegepäck
  • Vertrauensschaden

"Der Sportversicherungsvertrag versteht sich im Rahmen eines breiten Leistungsspektrums als wertvolle unterstützende Leistung und Absicherung zu Gunsten der Verbände, Vereine, derer Funktionsträger sowie ihrer Mitglieder. Die individuelle private Vorsorge kann dadurch nicht ersetzt werden. Im Rahmen der u.a. bestehenden Unfallversicherung sollen Leistungen primär für schwere Unfälle zur Verfügung stehen, während geringgradige gesundheitliche Folgen eines Unfalls nicht zu Lasten der Gemeinschaft gehen dürfen." (SPORTHILFE NRW, 2017).

Hinter dem "Risikocheck" verbirgt sich ein Informationsgespräch mit einem geschulten Referenten der VIBSS-Fachgruppe 'Versicherung' des LSB NRW

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Tierhaftpflicht-Versicherung im Verein

Der Halter eines Pferdes/Ponys steht grundsätzlich für jeden Schaden ein, den sein Tier anrichtet (§ 833 BGB). Diese Haftung ist schon gegeben, wenn der Schaden durch das willkürliche Verhalten eines Tieres verursacht wird, gleichgültig, ob damit ein Verschulden des Tierhalters einhergeht oder nicht. Tierhüter haften genauso, es sei denn, sie können nachweisen, dass sie die nötige Sorgfalt beachtet oder dass der Schaden auch bei Anwendung der nötigen Sorgfalt entstanden wäre.

Vereinspferde sind versichert

Pferdesportvereine sind als Halter eigener Pferde/Ponys über den Sportversicherungsvertrag umfassend abgesichert. Der Einsatz der Tiere für satzungsgemäße Ziele des Vereins ist damit versichert. Dies umfasst auch die Versicherung von Nichtmitgliedern, die z.B. an Schnupperstunden oder Kursen teilnehmen. Es muss jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass dieser Versicherungsschutz nicht gewährt werden kann für den Fall, dass der Verein seine Pferde/Ponys im Rahmen eines nebengewerblichen Nebenbetriebs (kommerzielle Maßnahme) einsetzt oder die Tiere außerhalb der satzungsgemäßen Vereinsarbeit für private Ausritte zur Verfügung stellt. Für diese Fälle ist eine zusätzliche Tierhalter-Haftpflichtversicherung notwendig. 

"Probepferde" genießen Versicherungsschutz

Versicherungsschutz besteht auch für den Fall, dass Vereine als Tierhüter Pferde oder Ponys für bis zu drei Wochen überlassen bekommen, um deren Eignung für die Vereinsarbeit zu testen. Die Voraussetzung diesen Schutz ist, dass die Vereine solche Pferde/Ponys "auf Probe" dem Pferdesportverband Westfalen sofort schriftlich melden. Nachträgliche oder mündliche Mitteilungen begründen keinen Versicherungsschutz. Details 

Kein Schutz für "zur Verfügung gestellte" Pferde

Für Pferde/Ponys, die dem Verein von Vereinsmitgliedern oder sonstigen Dritten zur Verfügung gestellt werden, besteht kein Versicherungsschutz. Der Verein ist aber als Hüter oder auch als Halter schadensersatzpflichtig. Der Abschluss eines Versicherungsschutzes wird daher empfohlen. Details

Als Tierhalter ist anzusehen, wer an der Haltung ein eigenes Interesse und durch die Gewährung von Obdach und Unterhalt die Sorge für das Tier übernommen hat und zwar nicht nur ganz vorübergehend, sondern auf gewisse Dauer. 

Brigitte Hein

Telefon: 0251 - 3 28 09 39,
hein@pv-muenster.de