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Ausreiten

Ausreiten gehört zu den wesentlichen Elementen des Pferdesports.

Für die Reiterinnen und Reiter ist es ein großer Wunsch und ein starkes Motiv, sich im Einklang mit dem Pferd und mit der Natur im Wald und in der freien Landschaft zu bewegen.

Für die Pferde ist es ein maßgeblicher Bestandteil ihrer pferdegerechten Ausbildung zu einem zuverlässigen und ausgeglichenem Sport- und Freizeitpartner.

Im Alltag sorgt es für die notwendige Abwechslung. Es leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung von Mensch und Pferd. Nicht zuletzt macht es die Pferde und den Pferdesport sichtbar für andere Naturbesucher, die nur selten oder gar keine Berührungspunkte zu Pferden haben.

Der Pferdesportverband Westfalen setzt sich für die Belange des Reitens in der Natur ein und arbeitet dabei mit anderen Organisationen zusammen.

Ausreiten will gelernt sein: Ausbildungsangebote und Führerscheine

Damit sich erhoffte Wünsche erfüllen und entspannte, sichere Ausritte wahr werden, will das Ausreiten gelernt werden.

Besonders gut eigenen sich dafür die eigenes auf das Ausreiten ausgerichteten Geländeabzeichen, speziell der Reitpass, der ab 2020 durch den Führerschein Reiten abgelöst wird. In den vorbreitendenden Lehrgängen werden die Grundlagen für das sichere und umweltgerechte Reiten im Wald und in der freien Landschaft vermittelt und geübt. Wer möchte, kann sich der abschließenden Prüfung stellen. 

Angeboten werden die entsprechenden Lehrgänge von den Pferdesportvereinen, von Mitgliedsbetrieben im Pferdesportverband Westfalen und von der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster.

Verhalten im Gelände

Rücksicht auf andere nehmen – ein solches Verhalten ist im Leben schlichtweg immer angebracht. Reiter, die sich in der Natur an gewisse Regeln halten, kommen auch bei Spaziergängern, Landwirten und Jägern gut an und brauchen keinen Ärger befürchten. Wer beim Ausritt zum Beispiel auf Spaziergänger, Jogger, Pilzesammler oder Jäger trifft, pariert selbstverständlich sein Pferd zum Schritt durch. Ist man mit der Gruppe unterwegs, ordnen man sich hintereinander ein und räumt den Fußgängern genügend Platz ein. Viele Menschen haben Angst vor Pferden und fühlen sich bedrängt, wenn man im Trab nahe an ihnen vorbereiten würde. Ein freundliches Grüßen und ein kurzer Schnack lassen Reiter gleich in einem sympathischen Licht stehen – und nicht als jemand, der vom „Hohen Ross“ auf die Fußgänger herniederblickt.

Quelle: Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN), Abt. Umwelt und Pferdehaltung 01-2018

Unterstützung für Ausbilder

Ausbilder, die sich Unterstützung für die Einführung des Ausreitens wünschen, finden Hilfe an der Westfälischen Reit- und Fahrschule. Dort werden regelmäßig Qualifizierungen zum Berittführer angeboten. Daneben können auch andere, individuelle Formen der Begleitung vereinbart werden. Beispielsweise auch für die Ausbildung der eigenen Schulpferde, die ihre ersten Erfahrungen im Außengelände bei Bedarf auf dem großzügigen Geländeplatz sammeln können.

Gesetzliche Reitregelung in Nordrhein-Westfalen

Wo Reiter sich in Nordrhein-Westfalen mit ihren Pferden bewegen dürfen, wird durch das Landesnaturschutzgesetz geregelt. Das noch recht junge Gesetz hat seinen Vorgänger, das Landschaftsgesetz NRW, im Jahr 2018 abgelöst.

In den meisten Wäldern Westfalens dürfen Reiter die sogenannten „Fahrwege“, also befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege, mit ihren Pferden nutzen. Es gibt aber auch abweichende Regeln und darum ist es wichtig, dass jeder Reiter die entsprechende Regelung in seinem Umfeld kennt.

Am besten ist es, sich bei der jeweils zuständigen Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt zu erkundigen. Dort gibt es übrigens auch die Reitkennzeichen, die jedes Pferd tragen muss, dass in NRW im Gelände unterwegs ist.

Judith Schleicher

0251 - 3 28 09 64;
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Brigitte Hein

0251 - 3 28 09 39
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