Mehr als 550 Vereine sind im Pferdesportverband Westfalen organisiert

Der Pferdesportverband Westfalen e.V.

Die Geschichte

Westfalen ist Pferdeland. Da gibt es gar keinen Zweifel. Mehr als 550 Pferdesportvereine mit über 100.000 Mitgliedern sowie rund 220  Mitgliedsbetriebe zählt der Pferdesportverband Westfalen e.V. aktuell. Damit ist er der größte pferdesportliche Landesverband in Deutschland.

Die Faszination Pferdesport begeistert in Westfalen seit Jahrhunderten. Früher trafen sich die Reiter zum Ringstechen im Münsterland, zum Lanzenreiten im Mindener Land, zu kirchlichen Prozessionen zu Pferde, zu Sankt-Georg-Ritte und Hubertusjagden.

Reitvereine gab es erst später. Zunächst lernten die jungen Westfalen das Reiten beim Militär. Nach dem ersten Weltkrieg fiel die kavalleristische Ausbildung aus, die zunehmende Motorisierung verschärfte die Absatzkrise in der Pferdezucht. Gustav Rau machte den Reitern klar, dass sie  ihre selbst gezüchteten Pferde auch selbst ausbilden konnten. Das ging aber nur, wenn qualifizierter Reitunterricht in den Dörfern angeboten wurde. So entstand die Idee der ländlichen Reitvereine.Viele Reitervereine gingen aus den Pferdezuchtvereinen hervor. 1835 wurde der erste Reiterverein Deutschlands gegründet – in Westfalen! Es war der Westfälische Reiterverein in Münster. Seit 1920 kümmert sich die Kommission für Leistungsprüfungen von Warmblutpferden (KLW) um die Organisation von pferdesportlichen Veranstaltungen. 


Das Gründungsdatum des Provinzial-Verbandes, der 3. August 1924, fiel zusammen mit der ersten großen Präsentation der ländlichen Reiterei in Westfalen. Zum ersten Mal trafen sich 20 Vereine aus der Provinz Westfalen zu einem gemeinsamen Wettkampf in Hamm. Über 350 Pferde nahmen an dem hippologischen Auftakt-Event teil. Heute gilt das Turnier in Hamm als erstes Provinzial-Turnier. In seinen Anfangsjahren betreute der  Provinzial-Verband sämtliche Reit- und Fahrturniere, aber auch Halb- und Vollblutrennen sowie Trabrennen.

Vorsitzende und Präsidenten

Rudolph Herzog von Croÿ
Rudolph Herzog von Croÿ ist heute Präsident des Pferdesportverbandes Westfalen
Der erste Vorsitzende des Provinzial-Verbandes war Clemens Graf Westphalen. Ihm folgte Graf Wedel. Ewald Bischoff-Frohnhoff war bis zum Krieg Vorsitzender. Sein Nachfolger wurde 1948 Fritz Sümmermann, der bis 1963 die Zügel in der Hand hielt. Er wurde von August Lütke Westhues abgelöst, im Jahr 2000 wurde von Dr. Bernd Springorum zum Vorsitzenden gewählt. Seit dem 11. März 2008 ist Rudolph Herzog von Croÿ Präsident des westfälischen Pferdesportverbandes. Denn so heißt der Provinzialverband heute, nachdem die Delegierten der jährlichen Verbandsausschusssitzung im März 2009 einstimmig für diesen neuen Namen stimmten: Pferdesportverband Westfalen e.V.

Der Weg in die Zukunft

Nach 85 Jahren geht der Verband mit einem neuen Namen und einem zeitgemäßen visuellen Erscheinungsbild in eine Zukunft, die viele Herausforderungen, aber auch Chancen bereithält. Das Ziel jedoch bleibt bestehen: Die Menschen in Westfalen sollen durch den Pferdesportverband die Faszination des Pferdesports kennenlernen und vervollkommnen, Horsemanship erfahren und sich in Wettkämpfen messen.

Sitz des Pferdesportverbandes Westfalen ist Münster-Handorf, wo sich auch das Westfälische Pferdestammbuch, das Westfälische Pferdezentrum , die Westfälische Reit- und Fahrschule und sogar die Redaktion des Verbandszeitung „Reiter & Pferde in Westfalen“ befinden.



Jahresberichte

Wie haben sich eigentlich die Mitgliederzahlen in den westfälischen Pferdesportvereinen entwickelt? Welche Fördermöglichkeiten bietet der Pferdesportverband Westfalen?  Wie steht es um die Ausbildung und Talentförderung der westfälischen Pferdesportler? Welche Angebote für Breitensportler gibt es? Wie ist der Jugendbereich aufgestellt? Wer reitet im Kader, und wer hat im vergangenen Jahr das Goldene Reitabzeichen bekommen? – Diese und viele, viele weitere Fragen beantworten die  Jahresberichte des Pferdesportverbandes Westfalen und der Kommission für Pferdeleistungsprüfungen in Westfalen (KLW).

Hier können Sie die Jahresberichte nachlesen:

Jahresbericht 2015

Jahresbericht 2014

Jahresbericht 2013

Jahresbericht 2012

Jahresbericht 2011

Jahresbericht 2010

Jahresbericht 2009

Pilotprojekt: Qualität im Pferdesportverband Westfalen

Ganz schön fortschrittlich: Der Pferdesportverband Westfalen macht sich fit für die Zukunft.

Und bekam dies nun sogar mit einer Urkunde vom Landessportbund (LSB) offiziell bestätigt. Schwarz auf weiß heißt es hier: Der Pferdesportverband Westfalen hat von Juni 2009 bis Oktober 2010 engagiert und erfolgreich am Pilotprojekt "Qualität in Bünden und Verbänden" des LSB NRW teilgenommen. Hiermit wird der Pferdesportverband Westfalen bis 2013 als zertifizierter Fachverband im Bereich "Qualitätsmanagement" anerkannt.

Manfred Peppekus, Vize-Präsident des LSB NRW übergab die Urkunde Ende November an den Präsidenten des PV, Rudolph Erbprinz von Croÿ. Anschließend feierte das PV-Projektteam mit Gunda Reimers (Westfälische Reit- und Fahrschule), David Rammes, Jennifer Hoffmann und Brigitte Hein gemeinsam mit den neun anderen zertifizierten Teilnehmern.

Bis 2013 darf der PV nun das eigens dafür entwickeltes Kennzeichen führen und es zum Beispiel auf seiner Internetseite verwenden.

Welche konkreten Schritte waren der Auszeichnung vorausgegangen? Bei allen beteiligten Verbänden und Bünden galt es zunächst, ein Projektteam zusammen zu stellen. Das „QM-Team“ des PV besteht aus Rudolf Erbprinz von Croÿ, Klaus Ridder, Brigitte Hein, David Rammes und Jennifer Hoffmann. Die erste Aufgabe des Teams bestand darin, die Arbeit des Pferdesportverbandes intensiv auf den Prüfstand zu stellen und zu bewerten. Daran waren neben dem QM-Team auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Handorf beteiligt. Nach Auswertung der Ergebnisse wurden zwei Verbesserungsprojekte ausgewählt und umgesetzt: die Wahl fiel auf ein Projekt zur Optimierung der Zuständigkeiten und Stellenbeschreibungen in der Geschäftsstelle, zum anderen sollte die Zusammenarbeit zwischen dem Pferdesportverband und der Westfälischen Reit- und Fahrschule gestärkt werden. Unterstützt wurde das PV-Team dabei von Axel Binnenbruck, der gemeinsam mit seinem Kollegen Siggi Fuß als kompetenter LSB-Projektbetreuer mit vielen Tipps und Ratschlägen weiterhalf. "Wir sind der erste Landessportbund, der Projekte zum Qualitätsmanagement ausrichtet“, sagte Fuß im Rahmen der Feierstunden und lobte ausdrücklich die bisher erreichen Ziele. „Als der LSB die Idee vorstellte, haben sich viel mehr Fachverbände und Kreis- oder Stadtsportbünde beworben, als man gedacht hatte."

Überzeugt vom Sinn des Projektes zeigte sich auch der QM-Beauftragte des PV, David Rammes: „Qualitätsmanagementsysteme haben in der freien Wirtschaft - vom Autozulieferer über den mittelständischen Unternehmer bis hin zum Steuerberater - schon längst Einzug erhalten. Der LSB hat dem Pferdesportverband Westfalen nun als einem der ersten Sportverbände in NRW eine einmalige Chance geboten, sich systematisch mit der Qualität seiner Arbeit auseinander zu setzen. Wer die Qualität seiner Arbeit nicht hinterfragt, der hört langfristig auf, gut zu sein.“

Wie es nun weiter geht? - Mit dem Jahr 2011 hat die zweite Runde des Projektes begonnen – ein neuer, sogenannter "Qualitätszyklus" läuft. Drei neue Verbesserungsprojekte hat der Pferdesportverband Westfalen nun auf der Agenda. Darunter befindet sich auch ein Kooperationsprojekt mit dem Kreissportbund Borken, bei dem sich alles um die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit dreht. Weitere Projekte sind die Entwicklung eines Leitbildes und der Aufbau einer Fortbildungsstruktur für das PV-Team.

Ansprechpartner im Pferdesportverband-Westfalen:  David Rammes, Tel. 0251-32809-43



News
Goldene Schärpe: Nominierte Pony-Teams

Borken, Coesfeld und Greven sind mit von der Partie.


mehr
Neuer Lehrgang zum Juniormanager

Jetzt anmelden für den 17. bis 20. Juli in Hachen!


mehr
Franziska Peitzmeier und Philipp Stippel fahren zur WM

Westfälische Voltigierer qualifizierten sich für die Weltmeisterschaft in Österreich.


mehr
» Übersicht aller News