Mehr als 550 Vereine sind im Pferdesportverband Westfalen organisiert

Der Pferdesportverband Westfalen e.V.

Die Geschichte

Westfalen ist Pferdeland. Da gibt es gar keinen Zweifel. 574 Pferdesportvereine mit 112.188 Mitgliedern sowie 229 private Mitgliedsbetriebe zählt der Pferdesportverband Westfalen e.V. aktuell. Damit ist er der größte pferdesportliche Landesverband in Deutschland.

Die Faszination Pferdesport begeistert in Westfalen seit Jahrhunderten. Früher trafen sich die Reiter zum Ringstechen im Münsterland, zum Lanzenreiten im Mindener Land, zu kirchlichen Prozessionen zu Pferde, zu Sankt-Georg-Ritte und Hubertusjagden.

Reitvereine gab es erst später. Zunächst lernten die jungen Westfalen das Reiten beim Militär. Nach dem ersten Weltkrieg fiel die kavalleristische Ausbildung aus, die zunehmende Motorisierung verschärfte die Absatzkrise in der Pferdezucht. Gustav Rau machte den Reitern klar, dass sie  ihre selbst gezüchteten Pferde auch selbst ausbilden konnten. Das ging aber nur, wenn qualifizierter Reitunterricht in den Dörfern angeboten wurde. So entstand die Idee der ländlichen Reitvereine.Viele Reitervereine gingen aus den Pferdezuchtvereinen hervor. 1835 wurde der erste Reiterverein Deutschlands gegründet – in Westfalen! Es war der Westfälische Reiterverein in Münster. Seit 1920 kümmert sich die Kommission für Leistungsprüfungen von Warmblutpferden (KLW) um die Organisation von pferdesportlichen Veranstaltungen. 


Das Gründungsdatum des Provinzial-Verbandes, der 3. August 1924, fiel zusammen mit der ersten großen Präsentation der ländlichen Reiterei in Westfalen. Zum ersten Mal trafen sich 20 Vereine aus der Provinz Westfalen zu einem gemeinsamen Wettkampf in Hamm. Über 350 Pferde nahmen an dem hippologischen Auftakt-Event teil. Heute gilt das Turnier in Hamm als erstes Provinzial-Turnier. In seinen Anfangsjahren betreute der  Provinzial-Verband sämtliche Reit- und Fahrturniere, aber auch Halb- und Vollblutrennen sowie Trabrennen.

Vorsitzende und Präsidenten

Rudolph Erbprinz von Croÿ
Rudolph Erbprinz von Croÿ ist heute Präsident des Pferdesportverbandes Westfalen
Der erste Vorsitzende des Provinzial-Verbandes war Clemens Graf Westphalen. Ihm folgte Graf Wedel. Ewald Bischoff-Frohnhoff war bis zum Krieg Vorsitzender. Sein Nachfolger wurde 1948 Fritz Sümmermann, der bis 1963 die Zügel in der Hand hielt. Er wurde von August Lütke Westhues abgelöst, im Jahr 2000 wurde von Dr. Bernd Springorum zum Vorsitzenden gewählt. Seit dem 11. März 2008 ist Rudolph Erbprinz von Croÿ Präsident des westfälischen Pferdesportverbandes. Denn so heißt der Provinzialverband heute, nachdem die Delegierten der jährlichen Verbandsausschusssitzung im März 2009 einstimmig für diesen neuen Namen stimmten: Pferdesportverband Westfalen e.V.

Der Weg in die Zukunft

Nach 85 Jahren geht der Verband mit einem neuen Namen und einem zeitgemäßen visuellen Erscheinungsbild in eine Zukunft, die viele Herausforderungen, aber auch Chancen bereithält. Das Ziel jedoch bleibt bestehen: Die Menschen in Westfalen sollen durch den Pferdesportverband die Faszination des Pferdesports kennenlernen und vervollkommnen, Horsemanship erfahren und sich in Wettkämpfen messen.

Sitz des Pferdesportverbandes Westfalen ist Münster-Handorf, wo sich auch das Westfälische Pferdestammbuch, das Westfälische Pferdezentrum , die Westfälische Reit- und Fahrschule und sogar die Redaktion des Verbandszeitung „Reiter & Pferde in Westfalen“ befinden.



Jahresbericht 2009

Wie haben sich eigentlich die Mitgliederzahlen in den westfälischen Reitvereinen entwickelt? Welche Fördermöglichkeiten bietet der Pferdesportverband Westfalen?  Wie steht es um die  Ausbildung und Talentförderung der westfälischen Pferdesportler? Welche Angebote für Breitensportler gibt es? Wie ist der Jugendbereich aufgestellt? Wer reitet im Kader, und wer hat im vergangenen Jahr das Goldene Reitabzeichen bekommen? – Diese und viele, viele weitere Fragen beantwortet der  Jahresbericht 2009 des Pferdesportverbandes Westfalen und der Kommission für Pferdeleistungsprüfungen in Westfalen (KLW). Sie können ihn hier nachlesen!

Pilotprojekt: Qualität im Pferdesportverband Westfalen

Qualität ist das Motto der Zukunft. Das gilt inzwischen nicht mehr nur für Industrie und Wirtschaft, sondern auch für  Verbände und Sportvereine.  Deswegen nimmt der Pferdesportverband Westfalen seit Juni 2009 an einem Pilotprojekt des LandesSportBundes teil. Unter dem Motto „Qualität im Fachverband“ wird bis Ende 2011 ein einheitliches System der Qualitätssicherung und –verbesserung eingeführt.  Ziel ist es, eine durch und durch gute Arbeit zu erreichen. Der Pferdesportverband Westfalen wurde als einer von fünf Sportverbänden in Nordrhein-Westfalen für dieses Projekt ausgewählt.  Das „QM-Team“ des PV besteht aus Rudolf Erbprinz von Croy, Klaus Ridder, Brigitte Hein, David Rammes und Jennifer Hoffmann.

 „Es ist die Qualität des Pferdesportverbandes Westfalen, die darüber entscheidet, ob sich die Mitglieder bei uns wohlfühlen. Neben Wettkämpfen und Nachwuchsförderung bietet der PV schon seit Jahren ein vielfältiges Angebot von Veranstaltungen, Seminaren und Schulungen. Nun soll der Service noch weiter verbessert werden. Die gesamte Qualität des Verbandes  muss einfach stimmen“, ist sich das „QM-Team“ einig.

Ansprechpartner im Pferdesportverband-Westfalen:  David Rammes, Tel. 0251-32809-43



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