News vom: 12.09.2018

Gewalt gegen Pferde: Erfassen, verstehen, abwehren

Kostenloses Informationsseminar am 19. November in Handorf.


Münster (PV). Gewalttätige Übergriffe von Fremden auf Pferde lassen uns fassungslos zurück. Da die Täter nur selten auf frischer Tat gefasst werden und die Taten im Allgemeinen schwierig aufzuklären sind, bleibt die Angst um die Pferde und um die eigene Sicherheit, sowie die drängende Frage nach dem Täter. Wer tut so etwas? Wie kann man sich und die eigenen Pferde schützen und wie kann man der Polizei bei der Aufklärung helfen?

 Da seit Sommer 2018 in Westfalen vermehrt Fälle auftreten, greifen die Persönlichen Mitglieder der FN, das Westfälische Pferdestammbuch und der Pferdesportverband Westfalen gemeinsam diese Fragen auf und laden Reiter, Züchter und Pferdehalter zu einem Informationsseminar am Montag, 19. November, um 18 Uhr in die Westfälische Reit- und Fahrschule nach Münster-Handorf ein. Kooperationspartner ist das Aktionsbündnis Pro Pferd e.V.. Der ehrenamtlich aktive, gemeinnützige Verein kümmert sich seit 2014 intensiv um das Thema, ist Ansprechpartner und unterstützt die wissenschaftliche Aufbereitung bei der Polizeiakademie Niedersachsen.

 In sachlicher Atmosphäre wollen wir das Unfassbare greifbarer machen und Antworten geben. 

Wir sprechen über Täter und ihre Motive. Wissenschaftliche Erkenntnisse helfen dabei, die Motive der Täter zu erkennen. Sie lernen, was Pferdehalter vorbeugend tun können. Dazu gehört, warnende Vorzeichen zu erkennen und einzuschätzen. Bewährte und sinnvolle Schutzmaßnahmen werden vorgestellt und besprochen. Außerdem ordnen Sie ein, wann die Polizei eingeschaltet werden sollte und wie eine Anzeige erstattet werden kann. Schließlich beleuchten wir, was im Fall eines Falles zu tun ist und wie sich die Situation für Betroffene darstellt. 

 Neben dem Blick auf die Pferde, den Stall und das unmittelbare Umfeld spielen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Gewalt gegen Pferde eine wesentliche Rolle.

Vernünftige und zielführende Strategien dazu werden vorgestellt und besprochen.

 Referentinnen:

  • Dr. Helga Ihm ist als Kriminalpsychologin am LKA Rheinland-Pfalz tätig und hat sich gemeinsam mit Dr. Alexandra Stupperich von der Polizeiakademie Nienburg und Dr. Micha Strack von der Georg-August-Universität Göttingen dem Thema gewidmet.
  • Carola Schiller ist freie Journalistin und hat mit Unterstützung des Landeskriminalamtes Niedersachsen das Buch „Hände weg von meinem Pferd – Schutz vor Tierquälern und Pferdeschändern“ herausgegeben.
  • Antje Müllenschläder ist Betroffene. Sie ist bereit, ihre Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. 

 Die Teilnahme an dem Seminar ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich unter:

https://www.pferd-aktuell.de/seminare/343

 

 



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