News vom: 28.01.2010

Dr. Bernd Springorum wird 75

Geburtstag am 1. Februar

Dr. Bernd Springorum feiert am 1. Februar seinen 75. Geburtstag.
(Toffi)
Herdecke (PV). Am Montag, 1. Februar, feiert Dr. Bernd Springorum (Herdecke) seinen 75. Geburtstag. Acht Jahre lang hielt er als Präsident des PV die Zügel des Westfälischen Pferdesports in der Hand. Während dieser Zeit wurde die Westfalen-Woche aus der Taufe gehoben, zu deren Ideengebern er gehörte. Maßgeblich beteiligt war er außerdem an der Neuausrichtung der Westfälischen Reit- und Fahrschule, deren Vorstand er angehört. Spaß gemacht hat ihm seine Aufgabe immer. Immerhin hat Dr. Springorum mit Pferden zu tun, solange er denken kann. Vom Bauernhof stammend, durfte er mit den Pferden, die wochentags arbeiten mussten, am Wochenende zum Turnier gehen. Sein erstes eigenes Turnierpferd, die westfälische Stute Florette von Formul, stammte aus eigener Zucht und platzierte sich bis zur Deutschen Meisterschaft in der Vielseitigkeit. Seit 1956 war Dr. Springorum aktiv „im Busch“ unterwegs, nahm 1958, 1962 und 1975 an den Deutschen Titelkämpfen teil und 1975 außerdem an den Europameisterschaften.

 Trotz dieser internationalen Erfolge denkt er besonders gern an seine Anfangszeit als Reiter beim Reitverein Erwitte zurück. „Bei den Mannschaftswettbewerben war Westbevern immer übermächtig, da waren wir schon stolz, wenn wir mal Zweiter oder Dritter geworden waren.“

Nach einem schweren Reitunfall in Luhmühlen musste er den Reitsport schweren Herzens an den Nagel hängen. Von 1980 bis 1985 war Springorum dann Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter und feierte mit seiner Mannschaft großartige Erfolge bei der WM und den Olympischen Spielen. 16 Jahre lang leitete er den Ausschuss Vielseitigkeit bei der FN, bei vier Olympischen Spielen war er technischer Delegierter und Richter. Bis 2005 war der Jurist, der bis zu seiner Pensionierung in der Geschäftsleitung der Lampe-Bank in Düsseldorf arbeitete, auch noch Pferdezüchter. „Ich wollte zwar immer Vielseitigkeitspferde züchten, was leider nicht so geklappt hat, dafür war meine erfolgreichste Züchtung aber ein Rennpferd“, erzählt Dr. Springorum. „Wir hatten eine Vollblutstute, mit der meine Kinder ritten, und bekamen einen Freisprung von einem bis dahin unbekannten Vollbluthengst geschenkt. Das Fohlen Fortissimo war dann später auf der Rennbahn und als gekörter Hengst im Deckeinsatz äußerst erfolgreich.“  

Noch heute ist Dr. Bernd Springorum gerne auf Turnieren und vor allem bei der Westfalenwoche mit von der Partie. „Die westfälische Mentalität liegt mir einfach“, erzählt der ehemalige PV-Chef, der sich immer freut, wenn er langjährige Weggefährten aus dem Sport wieder trifft. Aus den Händen seines Nachfolgers, Erbprinz von Croy, und des Vize-Präsidenten Jürgen zur Nieden erhielt Dr. Springorum die Goldene Verdienstmedaille des Provinzial-Verbandes.  Für seine Verdienste um den Pferdesport war er schon 1995 von der FN mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet worden.



« zur Übersicht