Trotz dieser internationalen Erfolge denkt er besonders gern an seine Anfangszeit als Reiter beim Reitverein Erwitte zurück. „Bei den Mannschaftswettbewerben war Westbevern immer übermächtig, da waren wir schon stolz, wenn wir mal Zweiter oder Dritter geworden waren.“
Nach einem schweren Reitunfall in Luhmühlen musste er den Reitsport schweren Herzens an den Nagel hängen. Von 1980 bis 1985 war Springorum dann Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter und feierte mit seiner Mannschaft großartige Erfolge bei der WM und den Olympischen Spielen. 16 Jahre lang leitete er den Ausschuss Vielseitigkeit bei der FN, bei vier Olympischen Spielen war er technischer Delegierter und Richter. Bis 2005 war der Jurist, der bis zu seiner Pensionierung in der Geschäftsleitung der Lampe-Bank in Düsseldorf arbeitete, auch noch Pferdezüchter. „Ich wollte zwar immer Vielseitigkeitspferde züchten, was leider nicht so geklappt hat, dafür war meine erfolgreichste Züchtung aber ein Rennpferd“, erzählt Dr. Springorum. „Wir hatten eine Vollblutstute, mit der meine Kinder ritten, und bekamen einen Freisprung von einem bis dahin unbekannten Vollbluthengst geschenkt. Das Fohlen Fortissimo war dann später auf der Rennbahn und als gekörter Hengst im Deckeinsatz äußerst erfolgreich.“
Noch heute ist Dr. Bernd Springorum gerne auf Turnieren und vor allem bei der Westfalenwoche mit von der Partie. „Die westfälische Mentalität liegt mir einfach“, erzählt der ehemalige PV-Chef, der sich immer freut, wenn er langjährige Weggefährten aus dem Sport wieder trifft. Aus den Händen seines Nachfolgers, Erbprinz von Croy, und des Vize-Präsidenten Jürgen zur Nieden erhielt Dr. Springorum die Goldene Verdienstmedaille des Provinzial-Verbandes. Für seine Verdienste um den Pferdesport war er schon 1995 von der FN mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet worden.