Das erste Stelldichein der besten Traditionsgespanne und Fahrer aus West-Europa im Ambiente des ostwestfälischen Wasserschlosses verspricht ein absolutes Highlight für Fahrsportfans zu werden und dürfte auch die „ganz normalen“ Besucher begeistern. Denn schließlich strömt der Hauch der Geschichte durch den Schlosspark, wenn edle Pferde angespannt werden, der Geruch von Leder in der Luft hängt, Damen stolz ihre Hüte zeigen, und ein großer Zapfenstreich stilvoll den Abschluss eines faszinierenden Showprogramms verkündet.
Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte der Kalletaler Hans-Hermann Hansmeier, umgesetzt wird sie nun von Klaus Beckord aus Bad Salzuflen und dem Kreisreiterverband Gütersloh. Beckord ist selbst leidenschaftlicher Fahrer und organisierte bereits große Championate wie die NRW-Meisterschaft in Herford. Von der neuen Veranstaltung vor der glanzvollen Kulisse des jahrhundertealten Schlosses mit Park und Orangerie ist der Experte schon jetzt überzeugt: „Die Mischung aus spätsommerlichem Schloss-Ambiente und den historischen Kutschen verspricht ein unvergessliches Erlebnis zu werden!“
So wie es bei einer Oldtimer-Rallye nicht wie bei der Formel 1 zugeht, stehen auch beim Traditions-Fahrwettbewerb andere Werte im Vordergrund als bei einem Fahrsportevent der Kaderfahrer. Besucher in Rheda dürfen sich auf wunderschöne historische Kutschen und Geschirre aus längst vergangenen Epochen freuen. Die Fahrer und ihre Grooms sind traditionell gekleidet, und die Pferde gepflegt bis in die Schweifspitzen. Aber nicht nur die Optik entscheidet: Bei den Funktionsprüfungen wird fahrerisches Können, Sitz und Haltung auf dem Bock verlangt. Kurzum: die traditionelle Fahrkultur wird durch diesen Wettbewerb am Leben erhalten.
Wer neben der Veranstaltung noch weiter in die Geschichte eintauchen möchte, kann ein Kutschenmuseum im Schloss besuchen. Am Freitag ist ab 19 Uhr ein „Westfälischer Abend“ für die Fahrsportler und Gäste geplant. Ab 21 Uhr lockt ein Showprogramm mit großem Zapfenstreich im Schloss-Vorhof. Am Samstag prüfen die Richter ab neun Uhr sämtliche Gespanne auf ihren Zustand, bevor es zur Streckenfahrt zum Kloster Clarholz geht. Während der Strecke und am Kloster sind kniffelige Geschicklichkeiten zu bewältigen. Statt Pommesbude oder Gulaschkanone wartet im Klostergarten ein feines Picknick. Am Sonntag findet ab zehn Uhr die Ausfahrt durch den historischen Stadtkern von Rheda statt, anschließend geht es zur Endpräsentation in den Vorhof des Schlosses.
Der Eintritt am Freitag und Samstag ist frei, am Sonntag kostet er fünf Euro. Infos im Internet unter: www.beckord-fem.de